Im Übergangsvorstand sind die vier Trägervereine von Mission 21 vertreten. Mit der Aargauer Kirchenratspräsidentin Pfarrerin Claudia Bandixen nehmen zum ersten Mal auch die reformierten Landeskirchen prominent Einsitz.

Ebenfalls im fünfköpfigen Gremium sind als Präsident der Bischof Volker Schulz, Bischof der Herrnhuter Brüdergemeinde, Pfarrer Karl F. Appl, Vizepräsident des Übergangsvorstands sowie Vorstandspräsident der Basler Mission, Johannes Blum, welcher der Evangelischen Mission im Kwango als Präsident vorsteht und Pfarrer Hanns Walter Huppenbauer aus dem Vorstand der Südafrika-Mission.

Neue Strukturen in einem Jahr

Der Übergangsvorstand muss bei allen wichtigen Fragen drei von der AV bestimmte Verbindungspersonen aus der internationalen Gemeinschaft konsultieren. Bei der Wahl und Einsetzung des neuen Vorstandes war laut Mitteilung auch der alte Vorstand anwesend, der am Donnerstag auf Druck der Basler Sektion kollektiv zurücktrat.

Der Übergangsvorstand, der ein Jahr im Amt sein wird, soll möglichst rasch wieder für einen geordneten Betrieb sorgen. Als erstes muss er einen neuen Direktor suchen. Zudem soll er die Strukturen des Hilfswerks vereinfachen. Ihm zur Seite stehen wird eine Begleitkommission. Innerhalb eines Jahres sollen Vorschläge für eine neue Struktur auf dem Tisch liegen.

Sparkurs nach Millionenloch

Die Abgeordnetenversammlung genehmigte auch die Jahresrechnung 2010. Sie weist ein Loch von zwei Millionen Franken auf. Als Folge davon muss nun gespart werden. Das Budget für laufende Jahr sieht Einsparungen bei Sachkosten und Personal von etwa zwei Million Franken vor. Trotzdem wird auch 2011 mit einem Minus von einer halben Million Franken schliessen.

Wie der Abbau konkret aussehen soll, ist noch unklar. Ebenfalls offen ist, wie viele Stellen gestrichen werden müssen. In Basel arbeiten heute 70 Personen für die Mission 21. Der Abbau soll möglichst sozial verträglich erfolgen, heisst es in einer Mitteilung. Das Organisationskapital von gut fünf Millionen Franken erlaube ein gemässigtes Vorgehen bei den Einsparungen. (rsn)