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Uhrenhersteller Mondaine: «Enorme Arroganz bei Baselworld»

Der Solothurner Uhrenhersteller Mondaine sieht keinen Grund, bei der Uhrenmesse Baselworld wieder mitzumachen.

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Der Stand von Mondaine an der Baselworld 2016.
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Der Uhrenhersteller hat nicht vor, an die Messe zurückzukehren.
Mondaine an der Baselworld

Der Stand von Mondaine an der Baselworld 2016.

Andreas Toggweiler

«Wir waren zuvor über 50 Jahre dabei. Der Baselworld ist es bislang nicht eingefallen, uns zu fragen, ob wir wieder bei der Messe dabei sein wollen», sagt André Bernheim, Mitbesitzer des Unternehmens, zur «SonntagsZeitung».

Bei der Messe habe Mondaine einen immer schlechteren Standort erhalten. «Es wurden aber auch andere Fehler gemacht. Die Baselworld ist nicht mit der Zeit gegangen, und die Verantwortlichen haben eine enorme Arroganz an den Tag gelegt». Es werde sich zeigen, ob es die neue Führung besser machen werde. Die Baselworld braucht es laut Bernheim aber weiterhin. Die Messe sei wichtig, um das positive Image der Schweizer Uhren in die Welt zu tragen.

Die Baselworld steckt in der Krise: Vor allem der angekündigte Rückzug von wichtigen Ausstellern, besonders der Swatch Group, hat die Zukunft der wichtigsten Messe in ihrer bisherigen Form in Frage gestellt.

Bereits 2018 hatte sich die Zahl der Aussteller an der Baselworld halbiert, weshalb auf die eigens für den Anlass gebauten Messehallen in Basel eine Wertberichtigung von mehr als 100 Millionen Franken gemacht werden musste. Und in der Rechnung 2018 werden weitere Sonderabschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe anfallen.

Migros und Mondaine sind nach Streit wieder im Geschäft

Die Auseinandersetzung dauerte Jahre und gelangte bis vor Bundesgericht. Der Uhrenhersteller Mondaine und der Grossverteiler Migros beanspruchten beide die Rechte an der Marke M-Watch. Nun kommen die ehemaligen Streithähne wieder ins Geschäft. Die Migros kippt ihre eigene M-Uhr aus dem Sortiment und stellt im Gegenzug noch diesen Monat die M-Watch von Mondaine mit dem Schweizer Kreuz im Logo in die Regale. «Das Sortiment der M-Watches ist in 138 Migros- und M-Electronics-Filialen erhältlich», sagt ein Sprecher des Detailhändlers zur «SonntagsZeitung». Auch in den Onlineshops des Elektrohändlers M-Electronics kommen die Uhren. Mondaine gewinnt damit einen wichtigen Partner zurück. «Die Migros als Verkaufskanal wird für Mondaine eine massive Steigerung des Absatzes bedeuten», sagt André Bernheim, Mitbesitzer des Familienunternehmens. Getrennte Wege zu gehen, lohnte sich offenbar weder für die Migros noch für Mondaine.

(mwa/sda)

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