Rekurs

Umnutzung Don-Bosco-Kirche: Anwohner stört sich am geplanten Anbau

(Archiv)

Gleichzeitig mit dem Umbau zum Kulturhaus wird die Aussenhülle des denkmalgeschützten Kirchenhauses saniert.

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Ein Anwohner legte Rekurs gegen den vorgesehenen Anbau der Don-Bosco-Kirche ein. Im Herbst wird er vom Appellationsgericht verhandelt werden.

Die Don-Bosco-Kirche im Basler Breite Quartier soll zum Probe- und Aufführungsraum für klassische Musik werden. Das Projekt ist bekannt und die katholische Kirche froh, den einstigen Sakralbau langfristig im Baurecht abgeben zu können. Doch der Umbau kommt nicht voran.

Ein Anwohner stört sich zwar nicht an der geplanten Umnutzung der Kirche, aber am vorgesehenen Anbau. Er legte Rekurs ein, der von der Baurekurskommission abgelehnt wurde. Er zog ihn jedoch weiter, im Herbst wird er vom Appellationsgericht verhandelt werden. Der Trägerverein hat nun auch eine kleinere Anbauvariante zur Genehmigung vorgelegt, gegen die aber ebenfalls eine Beschwerde eingegangen ist.

Innen- und Aussensanierung

Sollte der Gerichtsentscheid zugunsten der Musiker mit grösserer oder kleinerer Anbauvariante ausfallen, werden im Dezember umfangreiche Arbeiten beginnen. Denn gleichzeitig mit dem Umbau zum Kulturhaus wird die Aussenhülle des denkmalgeschützten Kirchenhauses saniert. Dessen Finanzierung in Höhe von 1,8 Millionen Franken hat die römisch-katholische Kirche Basel-Stadt zu verantworten. Knapp 600'000 Franken trägt die öffentliche Hand bei. Ein Fünftel dieser Summe kann sich der Kanton nach Abschluss der Arbeiten wiederum vom Bund zurückholen. Ein entsprechendes Gesuch wurde grundsätzlich bewilligt, wie der kantonale Denkmalpfleger Daniel Schneller erklärt.

Der Trägerverein «Kulturzentrum Don Bosco» will selbst 5,35 Millionen Franken aufwenden, um aus dem geistlichen Raum einen Ort zu schaffen, in dem andächtig der Musik gelauscht wird. Das Geld wird von anonym bleibenden Mäzenen aufgebracht. Sie stammen aber wohl aus dem Umfeld jener Orchester, die das Zentrum künftig als Proberaum nutzen werden. Dies wird vor allem das Basler Kammerorchester und die Sinfonietta sein.

Treiber des Projekts ist der Festivalleiter, Orchesterleiter sowie Konzertveranstalter Christoph Müller. Er sagt: «Wenn alles rund läuft, könnte die Eröffnung Anfang 2020 stattfinden.» Zwei Jahre später als einst geplant.

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