2017 begann, wie 2016 aufgehört hatte: mit sehr tiefen Rheinpegelständen. So können Frachtschiffe mangels Wasser unter dem Kiel teils nicht die volle Ladung transportieren. Mitte Jahr normalisierte sich die Lage, und als im September die Hochrhein-Bahnstrecke wegen der Panne in Rastatt gesperrt war, explodierte die Nachfrage auf dem Rhein.

Beim Containerverkehr resultierte mit 119'231 in den drei Häfen der beiden Basel schiffsseitig umgeschlagenen Container-Einheiten (TEU) "ein neues Allzeithoch", wie die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) am Donnerstag mitteilten. Dies bedeutet eine Steigerung um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der weniger umfangreiche bahnseitige Containerumschlag in den Basler Häfen war zwar schwächer wegen der mehrwöchigen Sperrung der Oberrhein-Bahnachse, die auf Schienen schlecht zu umfahren ist. Das Gesamtergebnis erreichte dennoch mit 134'432 TEU (+2,1%) einen neuen Rekordwert. Während Güterbahnwagen still standen, brummten die Schiffsmotoren.

Mehr Öl

Neben den Containern blieben bis zum Jahresende in den Basler Rheinhäfen die Veränderungen gegenüber 2016 überschaubar: Unter dem Strich belief sich der Güterumschlag letztes Jahr auf 5,79 Millionen Tonnen; das sind 1,8 Prozent weniger als 2016.

Die wichtigste Güterkategorie der Mineralölprodukte legte leicht zu, und zwar um 0,8 Prozent von 2,44 auf 2,46 Millionen Tonnen Importe. Derweil wurden zwar mit 704'561 Tonnen 10,2 Prozent weniger Baustoffe gelöscht, die zweitgrösste Kategorie. Da deren Volumen nur einem Drittel der Ölimporte entspricht, schlug das weniger zu Buche.

Längerfristig rechnen die SRH mit rückläufigen Ölimporten wegen des Umstiegs auf erneuerbare Energie bei Heizungen und Mobilität. Mittelfristig jedoch gehen sie noch von stabilen Ölmengen in den Rheinhäfen aus, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist. Markante Veränderungen gab es 2017 nur bei kleineren Güterkategorien.

Nach Transportrichtung betrachtet, wurde 2017 bei den Importen auf dem Rhein eine Abnahme um 2,7 Prozent auf 4,73 Millionen Tonnen registriert. Dagegen legten die Exporte via Rhein mit 1,06 Millionen Tonnen um 2,6 Prozent zu.

In den Rheinhäfen Basel, Birsfelden und Muttenz werden jedes Jahr über zehn Prozent sämtlicher Schweizer Güterimporte umgeschlagen. Bei Benzin, Diesel oder Heizöl liegt der Anteil der landesweiten Importe via Rhein gar bei gegen einem Drittel.