Symposium

Umstrittenes Feministen-Stadl mit Nietzsche: Ackermann gibt Buser einen Korb

Elisabeth Ackermann will Busers Symposium nicht besuchen. (Archivbild)

Elisabeth Ackermann will Busers Symposium nicht besuchen. (Archivbild)

Es ist das Wochengespräch in Basler Kulturkreisen, das für morgen Samstag angesetzte Podium zu Friedrich Nietzsche und dem Thema «Ein Spielzeug sei das Weib dem Manne». Hauptgründe für die Kontroverse sind die anhand des Titels zu befürchtende Gender-Einseitigkeit sowie die Person des Veranstalters: Peter Buser, ein Self-Made-Man und bekennender Playboy. 

Nachdem diese Zeitung publik gemacht hatte, dass Buser der Geldgeber hinter der aktuellen Nietzsche-Ausstellung im Historischen Museum ist und das dazugehörige Podium verantwortet, hagelte es Kritik. So liess sich auch Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann ablehnend verlauten: Sie halte die Veranstaltung von morgen weder für zeitgemäss noch könne sie sich dafür erwärmen.

Mäzen Buser reagierte: In einer per E-Mail verschickten «öffentlichen Einladung» ermuntert er Ackermann, anstelle des erkrankten Schriftstellers Martin Walser am Symposium teilzunehmen. Er fürchte, dass Ackermann schlecht informiert sei, schreibt Buser: «Mein Symposium ist in keiner Weise eine antifeministische Veranstaltung.» Ackermanns Antwort folgte auf Anfrage der bz umgehend: Sie werde nicht am Podium teilnehmen.

Autor

Patrick Marcolli

Patrick Marcolli

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