Umstrukturierung
Das Theater Basel setzt auf ein Team als neue Geschäftsleitung

Der Verwaltungsrat der Theatergenossenschaft Basel schafft die Stelle der kaufmännischen Direktion ab und installiert ab 1. Juni eine kollektive Geschäftsführung.

Mathias Balzer
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Michael Willi, Präsident der Theatergenossenschaft Basel, trimmt das Theater für die Zukunft.

Michael Willi, Präsident der Theatergenossenschaft Basel, trimmt das Theater für die Zukunft.

Nicole Nars-Zimmer

Bisher wurde das Theater Basel jeweils von einem Intendanten und der kaufmännischen Direktion geleitet. Der Verwaltungsrat der Theatergenossenschaft passt diese hierarchische Führungsstruktur nun den Anforderungen eines zeitgemässen Theaterbetriebs an.

Ab 1. Juni wird der Betrieb von einem Team geführt, in dem alle wichtigen Funktionen der höchsten Entscheidungsebene vertreten sind. Das neue Leitungsteam setzt sich zusammen aus:

  • Benedikt von Peter, Intendanz von Oper, Schauspiel, Ballett, Theater Public.
  • Christoph Adam: Personalwesen.
  • Susanne Benedek: Kommunikation und Verkauf.
  • Anja Dirks: stellvertretende Intendanz in künstlerischen Fragen.
  • Alexander Kraus: Finanzen und Verwaltung.

Es wurden laut Mitteilung des Theater Basel keine Stellen gestrichen. Nur gibt es die Funktion der Kaufmännischen Direktion nicht mehr so wie bisher.

«Die hierarchische Struktur ist nicht mehr zeitgemäss»

Das Theater Basel will sich mit dieser Massnahme fit machen für die Zukunft. Die Ansprüche des Publikums an einen Theaterbesuch und die Erwartungen an einen gelungenen Abend seien stark gestiegen, schreibt die Theatergenossenschaft. Lokales Engagement und Netzwerke sowie energiebewusstes Produzieren würden genauso dazu gehören wie digitalisiertes und ganzheitliches Marketing, Gastspiele sowie Partnerschaften mit anderen Kulturinstitutionen und der Freien Szene. Motivierte und engagierte Mitarbeitende hätten zudem berechtigte Erwartungen an Arbeitsstrukturen, Mitgestaltung und eine teambasierte Betriebskultur.

«Die sehr hierarchische Leitungsstruktur des Theaters ist nicht mehr zeitgemäss», schreibt Michael Willi, Präsident des Verwaltungsrates der Theatergenossenschaft Basel. Eine teamorientierte und breiter abgestützte Leitung werde eine Betriebskultur schaffen, in der Zusammenarbeit und das gemeinsame Tragen von Verantwortung gefördert werde. «Wir sind überzeugt, dass dadurch auch innovativere Ideen entwickelt und schneller umgesetzt werden, um das Erlebnis für unser Publikum laufend zu verbessern», sagt Willi.