Cyber Mobbing

Unbekannter Voyeur treibt in der Basler Innenstadt sein Unwesen

Der «Knipser» hat auf seinem Instagram-Profil knapp 80 Bilder von Frauen gepostet.

Der «Knipser» hat auf seinem Instagram-Profil knapp 80 Bilder von Frauen gepostet.

Ein Unbekannter fotografiert in der Basler Innenstadt heimlich junge Frauen. Die Bilder – meist vom Dekolletee oder Hinterteil – stellt er dann ins Internet. Dort sind bereits 80 solcher Fotos zu sehen – ohne, dass die Opfer davon wüssten.

Das Joggeli, der Big Ben, ein Einhörnchen und die Fasnacht – auch solche Fotos sind vereinzelt auf dem Profil zu finden. Aber hauptsächlich sind darauf Frauen zu sehen. Frauen im Buchladen, beim Mittagessen, im Café, an der Tramhaltestelle. Manchmal das ganze Gesicht, oft das Dekolleté.

Persönlichkeitsrechte verletzt

Seit ein paar Wochen fotografiert ein unbekannter Voyeur in der Basler Innenstadt junge Frauen – ohne deren Wissen oder Zustimmung. Ganze Foto-Serien von den gleichen Frauen lassen darauf schliessen, dass der Voyeur seinen Opfern teilweise folgt. Die Bilder stellt der Unbekannte ins Netz auf das Handyfoto-Portal Instagram. Dies schreibt heute die Basler Zeitung. Auch auf anderen Internet-Portalen ist der Mann aktiv und gibt Details aus seinem (Liebes-)Leben bekannt.

Bisher hat noch keines der Opfer rechtliche Schritte gegen den Knipser eingeleitet. Laut Peter Gill, Mediensprecher der Basler Staatsanwaltschaft, wäre das aber möglich. Personen in der Öffentlichkeit zu fotografieren sei zwar grundsätzlich nicht verboten, sagt er gegenüber der BaZ. «Fühlt sich jedoch jemand dadurch in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt, kann er sich ans Zivilgericht wenden.» So könnte eine Person, die unbefugterweise den Ausschnitt einer Frau fotografiere, wegen sexueller Belästigung angezeigt werden.

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