Am vergangenen Donnerstagabend fiel den Schweizer Grenzwächtern beim Grenzübergang Basel-Kohlenstrasse (Hüningen) ein Fahrzeug auf. Dieses bremste kurz vor dem französischen Grenzübergang und wendete. Französischen Zöllnern gelang es wenig später, das Fahrzeug anzuhalten und zur Kontrolle zum Grenzübergang zu bringen.

Der französische Zoll kontrollierte gemeinsam mit dem Schweizer Grenzwachtkorps das Auto: Eine grosse Menge Fleisch und Schnaps lag im Kofferraum. Die beiden türkischen Männer behaupteten, dass sie die Ware einem Bekannten in Deutschland bringen wollen. Das Fleisch und den Alkohol hätten sie lediglich in seiner Vertretung abgeholt. Auch wollten sie gar nicht in die Schweiz einreisen, sie hätten sich bloss verfahren.

Schmuggler kommen in zwei Versuchen über die Grenze

Die Zöllner klärten die Männer über die Einreisevoraussetzungen für die Schweiz auf. Schliesslich durften sie mit ihrer Ware wieder nach Frankreich zurückfahren. Die beiden Türken haben ihren Wohnsitz in der Schweiz.

Das gleiche Fahrzeug mit den gleichen Insassen wurde rund zwei Stunden später beobachtet, wie es den nicht besetzten Grenzübergang Basel-Freiburgerstrasse (Weil am Rhein) passierte und in die Schweiz einfuhr. Das Auto wurde anschliessend von einer Grenzwachtpatrouille angehalten.

Erneut kontrollierten die Zöllner das Fahrzeug und stellten die gleiche Menge Fleisch und Alkohol im Kofferraum fest. Die Männer im Alter von 27 und 32 Jahren transportierten 52 Kilogramm Frischfleisch, 32 Kilogramm Geflügelfleisch, 11 Kilogramm Wurstwaren und etwa neun Liter Spirituosen. Die Zollkreisdirektion Basel hat ein zolldienstliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Vor Ort mussten die Schmuggler eine Hinterlage von mehreren hundert Franken entrichten. Zudem müssen sie nun mit einer Busse von mehreren tausend Franken rechnen.

Da das Fleisch nicht ausreichend gekühlt und schlecht verpackt war, musste es vernichtet werden.