Boutiquehotel
Und dann ist da dieser Lichtblick: Basler Volkshaus eröffnet mitten in der Coronakrise sein Hotel

Es ist Mitten in der Coronakrise, die Hotellerie hat nicht den besten Stand. Dennoch eröffnet das Volkshaus im März 2021 offiziell sein Boutiquehotel der Architekten Herzog & de Meuron. Ein kleiner Einblick in die Räumlichkeiten zeigt, dass an nichts gespart wurde.

Rahel Koerfgen
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Das Volkshaus eröffnet im März 2021 sein Boutiquehotel.
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Kunst in der Lobby von der Galerie von Bartha: Den Anfang macht Bildhauer Bernar Venet mit einer imposanten Stahlskulptur.
Jeder Raum im historischen Gebäude ist anders geschnitten, wie etwa diese Junior Suite.
Die berühmte Liebe zum Detail: Eine Toolbox bietet den Gästen viele Überraschungen.

Das Volkshaus eröffnet im März 2021 sein Boutiquehotel.

Kenneth Nars

Sonnenlicht flutet das Corner-Zimmer. Nach draussen geblinzelt in den platanenbedeckten Innenhof; eine Ahnung von Ferien. Mitten im Raum das Boxspringbett mit blütenweisser Bettwäsche, in das man sich sofort hineinlegen würde, wären da nicht noch andere Journalisten.

Es dämmert allen schnell auf diesem Rundgang durchs neue Boutiquehotel im Volkshaus: Die Eigentümer Leopold Weinberg und Adrian Hagenbach haben nicht gespart. Nirgends. Terrazzoböden, Vorhänge aus Naturmaterialien, Waschbecken aus Keramik, Plättli aus schwarzem Glas, Tapeten im Stil eines Merian-Stichs.

«Wir sind gekommen, um zu bleiben»

Die Einrichtung, sie ist top, der Name des Architekturbüros, das das Hotel im historischen Gebäudekomplex geplant und das Interieur gestaltet hat, auch. Herzog & de Meuron setzten fort, was 2011 seinen Anfang genommen hat, als die Zürcher Weinberg und Hagenbach vom Kanton Basel-Stadt das Volkshaus übernahmen mit der Vision, einen Ort der Begegnung aufleben zu lassen.

Das Hotel vervollständigt den Gebäudekomplex. Das ist eine richtige Herzensangelegenheit.  

(Quelle: Leopold Weinberg, Miteigentümer Volkshaus Basel)

So erstaunt es nicht, dass Stil-Elemente aus Bar und Brasserie in den 45 Zimmern wieder zu erkennen sind. Weinberg sagt: «Das Hotel vervollständigt nun den Gebäudekomplex. Ein tolles Gefühl, das ist eine richtige Herzensangelegenheit.» Man habe viel investiert – wie viel genau, sagt er nicht –, «weil wir gekommen sind, um zu bleiben».

Reizüberflutung im dunklen Coronajahr

Entsprechend durften sich die Architekten für den Ausbau Zeit nehmen. Hand in Hand mit der Denkmalpflege gingen sie behutsam an die Sache ran. Das spürt der Gast heute; die Zimmer strahlen eine wohltuende Ruhe aus. Die Lobby darf dafür knallen: Die Galerie von Bartha zeigt hier im Rahmen eines Offsite-Konzepts mehrere Male im Jahr grossformatige Kunst.

Reizüberflutung pur in diesem dunklen Jahr. Ein Lichtblick, wenn man bedenkt, dass einige Hotels vor der Schliessung stehen. Weinberg sagt, das Hotel sei von langer Hand geplant gewesen, «warum hätten wir mit der Eröffnung zuwarten sollen?»

Der offizielle Start ist aber erst im März 2021. Dann wird das Hotel auf den gängigen Buchungsplattformen aufploppen und, so die Hoffnung, nicht nur Freizeittouristen, sondern auch Geschäfts- und Messebesuchern zusagen. Zu moderaten Preisen: Ein Classic Zimmer ist ab 200 Franken zu haben. Jetzt startet erst mal die Preview-Phase, die sich an die Einwohner der Region richtet. Für diese Ahnung von Ferien.

Hinweis

Ab 27. November bis Ende Februar 2021 kann zu Spezialpreisen ein Zimmer oder eine Suite inklusive Nachtessen gebucht werden. Anfragen an tapetenwechsel@volkshaus-basel.ch