Erlebnisbericht
Und plötzlich waren die Kollegen weg – was ich an meinem ersten Morgestreich erlebte

bz-Redaktorin Rebekka Balzarini war zum ersten Mal am Morgenstreich. Ohne Handy und ohne Kollegen.

Rebekka Balzarini
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Ein bisschen Weltpolitik.
28 Bilder
Bilder vom Morgestraich 2018.
 Leserfoto von Nadia Di Sannio, via Facebook
Der Morgen bricht herein über Basel.
Mein erster Morgestraich - BG für Erlebnisbericht
Bilder vom Morgestraich 2018.
Bilder vom Morgestraich 2018.
Bilder vom Morgestraich 2018.
Bilder vom Morgestraich 2018.
Bilder vom Morgestraich 2018.
Bilder vom Morgestraich 2018.
Die Basler Fasnacht hat begonnen.
Bilder vom Morgestraich 2018. epa06541643 Revelers wearing masks and holding lanterns parade through the streets during the so-called 'Morgestraich' in Basel, Switzerland, 19 February 2018. The traditional 'Morgestraich' starting at 4 a.m. is the kick-off for the carnival of Basel. EPA/ENNIO LEANZA
Der magische Moment ist endlich wieder da. Morgestraich. Fasnacht!
Bilder vom Morgestraich 2018.
Pause im Pfluderi-Keller.
Pause. Verdient!
IMG_7824
Mittendrin.
Einfach schön.
Dieser Moment. Endlich!
Am Noodlebärg.
Die Lichter sind aus, die Laternen an. Die Basler Fasnacht 2018 hat begonnen.
Eindeutiger Hinweis.
Die Basler Fasnacht ist eröffnet.
Alles parat am Noodleberg.

Ein bisschen Weltpolitik.

bz

Zack, da war der Akku leer. Da stand ich, inmitten von Laternen und Pfyffern, mit zwei Handys ohne Akku und null Ahnung, wie ich wieder zurück in die Redaktion finden sollte.

Dass der Plan nicht aufgeht, war eigentlich klar. «Lauf einfach mit, und wenn möglich, dann mach ein paar Bilder für die Website.» Das war die Anleitung für den ersten Morgestraich, den ich als Bernerin erleben würde.

Eigentlich hatte ich mir schon seit Jahren vorgenommen, einmal an einen Morgestraich nach Basel zu kommen. Als vorübergehendes Mitglied der bz-Redaktion war klar: In diesem Jahr wird es klappen, und ich sollte gleich einen Text darüber schreiben.

Die Uhrzeit liess mich dann doch kurz zögern. Punkt 4 Uhr, wirklich, liebe Fasnächtler? Um 6 Uhr wäre es noch immer dunkel genug! Aber immerhin, der Morgestraich ist eine Basler Tradition, die Fasnacht Welt-Kulturerbe, das wollte ich jetzt endlich miterleben.

Laternen am Morgestraich
37 Bilder
Laternen am Morgestraich
Laternen am Morgestraich
Laternen am Morgestraich
Laternen am Morgestraich
Laternen am Morgestraich
Laternen am Morgestraich
Der Morgen bricht herein über Basel.
 Leserfoto von Nadia Di Sannio, via Facebook
Ein bisschen Weltpolitik.
Mein erster Morgestraich - BG für Erlebnisbericht
Bilder vom Morgestraich 2018.
Bilder vom Morgestraich 2018.
Bilder vom Morgestraich 2018.
Bilder vom Morgestraich 2018.
Laternen am Morgestraich
Bilder vom Morgestraich 2018.
Bilder vom Morgestraich 2018.
Bilder vom Morgestraich 2018.
Laternen am Morgestraich
Die Basler Fasnacht hat begonnen.
Bilder vom Morgestraich 2018. epa06541643 Revelers wearing masks and holding lanterns parade through the streets during the so-called 'Morgestraich' in Basel, Switzerland, 19 February 2018. The traditional 'Morgestraich' starting at 4 a.m. is the kick-off for the carnival of Basel. EPA/ENNIO LEANZA
Der magische Moment ist endlich wieder da. Morgestraich. Fasnacht!
Bilder vom Morgestraich 2018.
Pause im Pfluderi-Keller.
Pause. Verdient!
IMG_7824
Mittendrin.
Einfach schön.
Dieser Moment. Endlich!
Am Noodlebärg.
Die Lichter sind aus, die Laternen an. Die Basler Fasnacht 2018 hat begonnen.
Eindeutiger Hinweis.
Die Basler Fasnacht ist eröffnet.
Alles parat am Noodleberg.

Laternen am Morgestraich

ENNIO LEANZA

Liebe auf den ersten Blick

Der Start auf dem Noodlebärg war grossartig. Die leuchtenden Laternen, die Musik, die Larven: So hatte ich mir das vorgestellt. Und es war viel weniger Gedränge als erwartet. Das erleichterte mir meinen Balanceakt: Fotos schiessen, niemandem zu sehr im Weg stehen und trotzdem den Anschluss an meine Redaktionskollegen nicht verlieren.

Alles gelang einwandfrei. Bis mein Akku nicht mehr mitmachen wollte. Ich lieh mir also das Handy meines Redaktionskollegen, machte weiter Bilder, betrachtete die Laternen. Und dann waren die Kollegen weg. Verloren schon in der ersten Kurve, das könnte ein Rekord sein.

Ich drückte mich vorsichtig durch die Zuschauer, die plötzlich doch ganz dicht standen. Mir wurde klar: Die anderen finde ich so nie wieder. Ich schrieb gerade mit dem geliehenen Handy eine Nachricht, und hoppla, da war auch dieser Akku leer.

Planlos durch die Gassen

Ich stand ratlos in der Gasse. In Basel kenne ich den Bahnhof, das Münster, den Rhein, die Strecke des Basler Stadtlaufs. Ich folgte spontan einer Laterne, die mir gut gefiel. Sie war blau mit einer schwarzen Katze.

Schon nach wenigen Schritten merkte ich, wie viel ich vorher mit dem Handy in der Hand verpasst hatte. Ich sah die gut gelaunten Gesichter der Zuschauer. Eltern hielten ihre Kinder an der Hand, trugen sie auf den Schultern, die Gesichter in weiches Licht getaucht von den vorbeiziehenden Laternen.

Ich hörte bewusst auf die Musik, die ich so von keiner anderen Fasnacht kannte. Schaute die einzelnen Laternen genauer an, so viele Farben und Formen, jede für sich ein kleines Kunstwerk und absolut bezaubernd. Ich war schockiert, dass einige ihre Laternen in der Pause einfach auf den Boden stellen. Haben die keine Angst, dass die Laterne aus Versehen zertreten werden könnte?

Plötzlich stand ich auf einer breiten Strasse. Und da waren sie, in einer Reihe aneinander: Grosse Laternen auf Wagen. Mit Legomännchen, Einhörnern, Spinnen, einem freundlichen Grashüpfer. Jede einzigartig schön, mit einer eigenen Geschichte und Pointe.

Nun wusste ich auch wieder, wo ich war. Langsam machte ich mich auf den Rückweg, hielt immer wieder inne, um eine Clique vorbeiziehen zu lassen oder eine Laterne genauer anzuschauen.

Eigentlich wäre Zeit gewesen für eine Mehlsuppe. Aber das mache ich im nächsten Jahr.