Unterwasserhockey? Keine Sorge, wenn Sie an dieser Stelle zum ersten Mal von dieser Sportart lesen. Die Sportart ist in der Schweiz praktisch unbekannt. Das soll sich an der Sportnacht morgen ändern. Erstmals wird Unterwasserhockey angeboten. Dazu kommen 17 weitere Sportarten wie Golf, Cricket oder Cheerleading. 74 sind es insgesamt.

Wer an der Sportnacht teilnimmt, der kleidet sich am besten bereits im Voraus sportlich ein: T-Shirt, Jogginghose, Sportschuhe und je nachdem das Badezeug. «Man kann sich zwar in jeder Turnhalle umziehen», sagt Andrea Neubert von Premium Sports, jener Agentur, welche die Sportnacht organisiert, «aber es ist einfacher, wenn man bereits umgezogen kommt.»

Auch dieses Jahr rechnet Premium Sports mit rund 3000 Teilnehmern. Neubert glaubt allerdings nicht, dass der Rekord von 3150 Teilnehmern aus dem Jahr 2011 geknackt wird. «Dazu sind die Wetterprognosen zu wenig gut», befürchtet Neubert.

Trotzdem: Die Sportnacht stösst an manchen Stellen an ihre Kapazitätsgrenzen. Angebote wie Fechten werden Jahr für Jahr von Teilnehmern belagert.

Doch nicht alle Sportarten sind so populär wie Fechten. Die bz stellt Ihnen hier fünf ungewöhnliche, schräge und witzige Sportarten vor, die Sie an der Sportnacht ausprobieren können:

Unterwasserhockey

Hockey unter Wasser? Wenn Sie dabei staunen, dann gehören Sie sicher zur Mehrheit, der es ebenso geht. In der Schweiz gibt es nämlich gerade mal ein Unterwasserhockey-Team. Gegründet vom Engländer Martin Reed, der die Sportart 2008 aus seiner Heimat, die dort im Jahr 1954 entstand, nach Zürich gebracht hat.

Für Unterwasserhockey braucht es eine Taucherbrille, Schnorchel und Flossen. Dazu benutzt jeder Spieler einen Schläger aus Holz und einen Handschuh. Spielziel ist es, einen kunststoffumhüllten Blei-Puck mit einem kurzen Schläger in das am Boden des Beckens stehende gegnerische Tor zu befördern.

Die Teams bestehen aus Männern und Frauen. Unterwasserhockey wird an der Sportnacht vorgestellt, weil Reed ein Team in Basel gründen will. Eine Liga gibt es in der Schweiz (noch) nicht.

(Quelle: youtube.com/undervattenshockey)

Unterwasserhockey

Lachyoga

Hier steht grundloses Lachen im Vordergrund. Das zu Beginn künstliche Lachen soll in echtes Lachen übergehen und so das Wohlempfinden steigern. Stresshormone werden abgebaut und das Herz-Kreislauf-System in Schwung gebracht.

(Quelle: youtube.com/drmadankataria)

Lachyoga

Sepaktakraw

Spektakuläre Sprünge und unglaubliche Ballwechsel. Das ist Sepaktakraw. Die Sportart - sie stammt ursprünglich aus Malaysia - sieht dem Fussball-Tennis, das wir kennen, ähnlich. Der Ball ist allerdings nicht mit Luft gefüllt sondern geflochten.

(Quelle: youtube.com/12bogster)

Sepaktakraw

Aroha

Mischt man Haka (Tanz der Maori aus Neuseeland) mit Kung-Fu und Thai-Qi-Elementen, dann entsteht daraus Aroha. Das Spezielle an Aroha sei die Abwechslung zwischen Anspannung (Kung Fu) und Entspannung (Thai Qi), sagt Sandrine Ridacker, welche Aroha an der Sportnacht anbietet. «Aroha wirkt sich auch positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus und man bekommt den Kopf frei.»

(Quelle: youtube.com/Susanne Neu)

Aroha

Bassalo

Eine neue Sportart aus Österreich: Bassalo. Dabei stehen sich die Spieler zu Beginn in einem Abstand von drei bis fünf Metern gegenüber. Mithilfe von grossen Bechern (sogenannten Cups), wird der Bassalo-Ball hin und her geworfen. Er wird mit den Bechern aufgefangen.

Der Erfinder aus dem Tirol, Markus Vogel, verwendete in den Anfängen übrigens Chipsdosen für die Cups. Bassalo kann überall gespielt werden, im Wasser, auf Rasen und am Strand. Ob alleine, zu zweit oder mehrere gegeneinander, Regeln diesbezüglich gibt es keine.

(Quelle: youtube.com/Markus Vogel)

Bassalo

Die Sportnacht findet morgen von 17 bis 24 Uhr statt. Jene für Kids in der Kaserne von 16 bis 21 Uhr.