Forschungsgelder
Uni Basel zog in den letzten 3 Monaten 66 Millionen Franken an Land

Geldsegen bei der Uni Basel: Sie erhielt wie auch andere Forschungsinstitute finanzielle Mittel von der EU und vom Bund. Dank einem Zuschlag will Basel ein führendes Zentrum für die Entwicklung von kleinsten «molekularen Maschinen» aufbauen.

Stefan Schuppli
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Uni Basel, Kollegiengebäude, Haupteingang: Die Spirale dreht nach oben. Nicole Nars-Zimmer

Uni Basel, Kollegiengebäude, Haupteingang: Die Spirale dreht nach oben. Nicole Nars-Zimmer

In den letzten drei Monaten erhielt die Universität Basel Forschungsgelder in der Höhe von 66 Millionen Franken. Erfreut hat die Uni die 32,8 Millionen Franken des Europäischen Forschungsrates ERC, verteilt auf fünf bis sechs Jahre.

So erhalten Forscher der Uni Basel, des Uni-Spitals Basel und der ETH Zürich unter anderem 13,7 Millionen für ein Projekt, das klären möchte, wie Tumore Resistenz gegen Medikamente entwickeln.

Die erst vor einem Jahr von der EU neu geschaffenen Fördermittel, die «Synergy Grants», werden an Gruppen von zwei bis vier herausragenden Forschenden und ihren Teams bei der Durchführung eines interdisziplinären Projektes vergeben.

In der aktuellen Ausschreibung wurden von den 449 eingereichten Forschungsanträgen lediglich 13 Projekte unterstützt. Im Basler Team ist auch Professor Michael Hall, der kürzlich den mit drei Millionen Franken dotieren «Breakthrough Prize in Life Sciences» erhalten hat.

Hall wird damit für die Entdeckung von «Target of Rapamycin», eines zentralen Steuerelements des Zellwachstums und Stoffwechsels, geehrt.

Zu den Stiftern des «Breakthrough Prize» gehören unter anderem Unternehmer wie Mark Zuckerberg von Facebook und Sergey Brin von Google. Zuckerberg hat gestern beim Verkauf eines Anteils an seiner Firma rund zwei Milliarden Franken gelöst.

Energiewende – interdisziplinär

Auch von Bern gibts Geld, 11 Millionen verteilt auf vier Jahre. Die Uni Basel wird «Leading House» der sieben neuen Kompetenzzentren, mit denen der Bund die Forschung im Hinblick auf die Energiewende stärken möchte.

Das Zentrum wird sich mit ökonomischen, rechtlichen und sozialwissenschaftlichen Aspekten der Energiewende auseinandersetzen. Das Geld stammt aus den Fonds der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) des Bundes.

«Dies ist ein enormer Erfolg für das Basler Team unter der Leitung von Professor Krysiak und seinen Kollegen», erklärt Professor Edwin Constable, Vizerektor Forschung der Uni Basel.

Besonders freut die Uni den Zuschlag für einen Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS), der sich künstlichen molekularen Systemen widmet (die bz berichtete). Damit eröffnet sich die Chance, in Basel ein führendes Zentrum für die Entwicklung von kleinsten «molekularen Maschinen» und Fabriken aufzubauen.

Der Bund fördert das Programm mit 16,9 Millionen Franken. Geleitet wird der NFS von Professor Wolfgang Meier am Departement Chemie, Co-Direktor wird Professor Daniel Müller vom ETH-Departement Biosysteme (D-BSSE) in Basel im Rosental-Quartier.

Rekord: 13 273 Studierende

Im laufenden Herbstsemester haben sich 13 273 Studentinnen und Studenten für ein Studium an der Uni Basel eingeschrieben. Wie die Uni mitteilt, stieg damit die Gesamtzahl der Studierenden um 2,1 Prozent und erreicht trotz einer leichten Abnahme bei den Studienanfängern einen neuen Höchststand.