Atomausstieg
Uni forscht neu mehr zu Energie und Wasser

An der Universität Basel ist die neue Forschungsstelle für nachhaltige Energie- und Wasserversorgung feierlich eröffnet worden. Finanziert wird die Abteilung durch Sponsoren. Gesucht werden zur Zeit noch Projekte.

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Turbinen in einem Wasserkraftwerk

Turbinen in einem Wasserkraftwerk

Solothurner Zeitung

In ihrer interdisziplinären Form ist sie in der Schweiz einzigartig: Sie wird von drei Fakultäten getragen, von den Wirtschafts-, Natur- und Gesellschaftswissenschaften. Den Lead übernimmt die Ökonomie. Eine wichtige Rolle wird die Erforschung von Energie- und Wassermärkten spielen. Für aktuelle Forschungsfragen ist gesorgt. «Der Atomausstieg ist definitiv ein Thema», sagt Brigitte Guggisberg vom Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrum. Es gehe darum, eine Lücke in der angewandten Forschung zu schliessen. Welche Haltung die Stelle etwa zum Atomausstieg einnehmen werde, könne man nicht sagen, bevor nicht geforscht werde.

Durch Sponsoren finanziert

Die Forschungsstelle umfasst in erster Linie drei Personen: Assistenzprofessor Hannes Weigt sowie zwei Doktoranden. Finanziert wird sie weitgehend durch Sponsoren. Geplant ist Auftragsforschung. Da noch keine konkreten Projekte feststehen, ist noch gar nicht klar, wie viel Geld fliessen wird. «Es gibt sicher Nationalfondsprojekte und aktuelle Projekte aus den entsprechenden Branchen», erklärt Guggisberg.

Trotz Sponsoren macht sie sich keine Sorge um die Unabhängigkeit der Forschungsstelle: «Das war bisher selten ein Problem.» Die Firmen seien schliesslich an ernsthaften Resultaten interessiert. Sie reden zwar bei der Festlegung der Forschungsfragen mit, in die engere Projektarbeit seien sie hingegen nicht involviert. Ausserdem werde es sich bei den Auftraggebern vermutlich oft um Firmen der öffentlichen Hand handeln. (öpf)