Messebaustelle

Unia kritisiert wieder die Messebaustelle – diesmal wegen Elektrikern

Auf der Messebaustelle sollen auch die Arbeitsbedingungen der Elektriker illegal sein, schreibt die Unia. Juri Junkov (Archiv)

Auf der Messebaustelle sollen auch die Arbeitsbedingungen der Elektriker illegal sein, schreibt die Unia. Juri Junkov (Archiv)

70 Stunden in der Woche hätten Elektriker auf der Messebaustelle geschuftet, teilt die Unia mit. Die Gewerkschaft bemängelt in ihrer Mitteilung einen Verstoss sowohl gegen das Arbeitsgesetz als auch gegen den Gesamtarbeitsvertrag.

Im Dezember gestand die Messebaustelle-Generalunternehmerin Verfehlungen auf der Baustelle ein. Dumpinglöhne, Arbeitszeitüberschreitungen und Unfälle hatten zuvor für negative Schlagzeilen gesorgt. Für das Eingeständnis der HRS gab es Lob von der Unia.

Verstoss gegen Arbeitsgesetz und GAV

Drei Wochen später tönt es schon wieder anders. Bei einem Besuch auf der Messebaustelle habe die Unia einen Aushang an einer Baracke einer Elektrofirma entdeckt, auf welchem die Arbeitszeit von 13 Stunden pro Tag verordnet wurde. Dies schreibt die Gewerkschaft in einer Mitteilung. «Gemäss eigenen Aussagen mussten diverse Elektriker verschiedener Firmen auf der Messebaustelle 70 Stunden und mehr pro Woche arbeiten.» Auch am Samstag und am Sonntag hätten die Elektriker arbeiten müssen.

Die Unia bemängelt in ihrer Mitteilung einen Verstoss sowohl gegen das Arbeitsgesetz als auch gegen den Gesamtarbeitsvertrag. In einem Schreiben hat die Unia Nordwestschweiz die betroffenen Elektrikerfirmen auf die Verstösse aufmerksam gemacht. Mit einer Firma seien bereits Gespräche im Gang, heisst es in der Mitteilung.

Auch die Generalunternehmerin HRS sei über die Missstände informiert worden. «Eine Reaktion zu Fragen, ob die HRS die Überstunden angeordnet hat, ist bisher ausgeblieben», kritisiert die Unia.

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