Verwaltungsratspräsident Michael Plüss sprach am Donnerstag vor den Medien von einem «erfolgreichen Jahr»: Das USB, das laut Plüss immer an der Kapazitätsgrenze arbeitet, verzeichnete eine Zunahme der Patientenzahl um 1,9 Prozent auf 33'129.

Wäre nicht die Akut-Geriatrie Mitte 2013 ans Felix Platter-Spital übergegangen, hätte das Wachstum gar 2,9 Prozent betragen. Im ambulanten Bereich verzeichnete das USB ein Plus von 8,3 Prozent.

Immer schwerere Fälle

Seiner Rolle als Universitätsspital entsprechend hat es das USB laut Plüss mit immer schwereren Fällen zu tun. So nehmen auch die ausserkantonalen Zuweisungen zu, weshalb der Anteil der Patienten aus Basel-Stadt von 53,1 auf 52,3 Prozent sank. Dagegen stieg der Anteil der Patienten aus dem Baselbiet von 23,6 auf 24,3 Prozent.

Obwohl die zu behandelnden Fälle immer komplexer werden, blieb die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patientinnen und Patienten praktisch stabil. Mit 6,7 Tagen liegt sie auch leicht unter den Vorgaben für die Fallpauschalen (SwissDRG). «Blutige Entlassungen» gebe es am USB aber nicht, versicherten der Verwaltungsratspräsident und Direktor Werner Kübler.

Die steigenden Patientenzahlen erfordern auch mehr Personal: Die Zahl der Vollzeitstellen stieg 2013 um 6,2 Prozent auf 4217. Bei den Ärzten war aufgrund des Arbeitsgesetzes eine Aufstockung um gar 9,7 Prozent auf 926 Vollzeitstellen nötig.

Bald Milliarden-Umsatz

Auf der Lohnliste des USB standen letztes Jahr insgesamt 5386 Mitarbeitende. Insgesamt gab es rund 1600 Neuanstellungen. Von den neuen Angestellten hatte nur etwa die Hälfte einen Schweizer Pass, hiess es an der Medienkonferenz.

Beim Umsatz nähert sich das USB der Milliardengrenze: 2013 stieg der Ertrag um 4 Prozent auf 974 Millionen Franken. Daran steuerte der Kanton Basel-Stadt 172,6 Millionen Franken bei. 2011 waren es noch 18,5 Millionen Franken mehr gewesen. Der Beitrag des Kantons an den Gesamtertrag des USB schrumpfte zwischen 2011 und 2013 von 22,6 auf 18,4 Prozent.

Beim Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA verbuchte das USB letztes Jahr ein Plus um 15,8 Prozent auf 68,4 Millionen Franken. Um den bevorstehenden Spitalneubau solide finanzieren zu können, muss die Produktivität im USB laut den Verantwortlichen weiter erhöht werden. Dies solle aber nicht auf Kosten der Patienten und des Personals geschehen, wurde versichert.

Sorgen um Forschungs-Vernetzung

Erfreut und zugleich besorgt zeigte sich Verwaltungsratspräsident Plüss über die Entwicklung der Forschung. Positiv sei der 45. Rang des USB im weltweiten Shanghai-Ranking, bedauerlich dagegen der Ausschluss der Schweiz aus dem EU-Forschungsabkommen der EU.

Das Basler Universitätsspital wolle weiterhin in der Champions League der Forschung mitspielen. Dazu brauche es aber nicht nur Geld, sondern vielmehr auch ein internationales Netzwerk. Derzeit sei am USB namentlich eine EU-Studie zur Diabetes-II-Immuntherapie nicht gesichert, sagte Plüss.

Für die Zukunft sehen die Verantwortlichen das USB auf Kurs. Heute werde dort zweifellos wirtschaftlicher gearbeitet als vor der Einführung der neuen Spitalfinanzierung im Jahr 2012, zeigte sich Plüss überzeugt. Die Transparenz fördere die Effizienz.