Das Grossprojekt des Neubaus vom Klinikum 2 im Universitätsspital Basel (USB) soll fünf Jahre später fertiggestellt sein als ursprünglich angekündigt. Die Verantwortlichen planen derzeit, dass die ersten Patienten erst 2032 empfangen werden können – und nicht bereits 2027, wie die bisher kommunizierte Planung versprach. USB-Sprecher Thomas Pfluger sagt, der neue Termin sei intern bereits seit Längerem bekannt.

Nach aussen kommuniziert wurde die Verschiebung aber nicht. Am Baubeginn 2020 soll hingegen festgehalten werden. Die Neudisponierung stehe nicht direkt im Zusammenhang mit dem Gründungsprozess der Spitalgruppe Nordwestschweiz, so Pfluger. Es handle sich vielmehr um Anpassungen im regulären Planungsprozess: «Es ist ein Projekt mit sehr langem Zeithorizont, der erste Termin war entsprechend eine grobe Schätzung.»

Dass es zu einer Verspätung kommt, wurde offensichtlich mit einem neuen Projekt, das vom USB gestern Freitag kommuniziert wurde: Es werde ein Neubau auf dem so genannten Perimeter B des USB-Areals geprüft. Heute Samstag wird dazu der Studienauftrag für einen Neubau ausgeschrieben. Damit soll Klarheit geschaffen werden, was die weiteren baulichen Optionen des Unispitals und der geplanten Spitalgruppe beider Basel angehe. Der Perimeter B betrifft die Bebauung entlang der Schanzen- und Klingelbergstrasse.

Neubau statt Provisorien

Vorarbeiten hätten gezeigt, dass ein Neubau an der Schanzenstrase nachhaltiger sei als die zwischenzeitlich angedachten langjährigen Provisorien. «Diese wären kostenintensiv und müssten wieder abgebrochen werden», heisst es in der Mitteilung. Pfluger konkretisiert auf Nachfrage, dass innerhalb der Planung alle Projekt davon profitieren würden, dass es also zu keiner weiteren Verzögerungen kommen würde. Der Kostenrahmen, der im Masterplan Campus Gesundheit mit 1,2 Milliarden Franken veranschlagt ist, solle eingehalten werden können.

Wie die Dimensionen des Neubaus auf dem Perimeter B aussehen sollen, müsse nun der Studienauftrag ergeben, so Pfluger. Das Wettbewerbsresultat soll bis Ende 2018 vorliegen, danach würde der Bebauungsplan präzisiert und ein konkretes Projekt entwickelt. Der Neubau solle unter anderem dazu dienen, Rochadeflächen für den Neubau des Klinikums 2 zu schaffen. Zudem wird eine Lösung für ein Provisorium des Notfallzentrums gesucht. Ausserdem könnten bestimmte Einheiten bereits definitiv im Neubau untergebracht werden, darunter das interdisziplinäre Tumorzentrum.