Die PS-Versammlung der Basler Kantonalbank vom Donnerstagabend war eine Show der Superlative: Aufwändiges Bühnenbild, State-of-the-Art-Projektionen und ein Roboterli (bz von gestern). Und dann noch ein Zürcher Unterhaltungsorchester und viele Basler Chöre. Das Spektakel, gewürzt mit Geschäftszahlen und Erklärungen zur digitalen Transformation, war kurzweilig. Für einen Bankanlass. Bis fast ganz zum Schluss. Plötzlich wurde «z’Basel am mym Rhy» angestimmt.

Das wäre noch ganz schön gewesen, wenn die Gäste nicht aufgefordert worden wären, aufzustehen und mitzusingen. Und wenn der eingeblendete Text nicht voller Baseldeutsch-Fehler gewesen wäre. «Lütt» statt «Lyte», zum Beispiel. Und wenn sich die inoffizielle Kantonshymne ab der dritten Strophe nicht zum BKB-Werbesong gewandelt hätte. «Unseri Bangg am schöne (statt scheene) Rhy».

Man möchte der BKB raten: Hände weg von diesem Neo-Lokalpatriotismus, auch wenn der Slogan «Von Basel. Für Basel» lautet. Die Landschäftler könnens ohnehin besser. Am Ende der BLKB-Zertifikatsversammlung wird jeweils das Baselbieter Lied gesungen. Unverhunzt.