Vorsorge

Unterquerung des Rheins ist erst ein Plan – konkret ist, wohin der Aushub kommen soll

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Die Deponie Schlatt war bisher für den anfallenden Bauschutt der Sanierung des Belchentunnels gedacht. Neu ist diese Deponie auch für den Schutt des Rheintunnel vorgesehen.

Das Bundesamt für Strasse (Astra) will zusammen mit dem Bauunternehmen Tozzo sowie der Java Rückbau-Recycling in der Nähe des Südportals des Belchentunnels eine neue Inertstoffdeponie eröffnen. Bisher war dieses Vorhaben vor allem für den Bauschutt gedacht, der bei der Sanierung des Belchentunnels anfallen wird.

Neu kommt nun ein viel grösseres Projekt dazu: Die Deponie Schlatt ist als Bestandteil des Tunnelprojekts Rheintunnel in Basel geplant, wie das Astra auf Anfrage bestätigt. Dort will das Bundesamt mit 1,7 Milliarden Franken bis frühestens 2035 für eine Entlastung des Verkehrsnetzes sorgen.

Die Deponie Schlatt ist derzeit in der Vernehmlassung bei den Kantonen, aber auch den Gemeinden. Dabei geht es laut Astra-Sprecherin Esther Widmer auch um die Frage, «ob die Deponie Schlatt für den Ausbruch des Rheintunnels verwendet werden kann». Mit dem Rheintunnel würde Aushubmaterial von rund 1,7 Millionen Kubikmeter angeliefert. Die Sanierung der beiden Belchenröhren bringt 200 000 Kubikmeter Material.

Die Deponie Schlatt würde auf einer Fläche von rund zehn Hektaren mit einer Kapazität von rund zwei Millionen Kubikmeter auf dem Areal der Solothurner Gemeinde Hägendorf entstehen. Vor einem Jahr sagte Bürgergemeindepräsident Ruedi Studer gegenüber dieser Zeitung, dass bereits ein Dienstbarkeitsvertrag mit den vorgesehenen Betreiberfirmen bestehe, worin auch die finanzielle Abgeltung geregelt sei. (fmu)

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