Kreuz und quer stehen die Velos rund um den Bahnhof Basel SBB – und das, obwohl seit 2012 ein umfassendes Konzept für Veloabstellplätze besteht. Und in dem auch steht, wann welche Massnahmen umgesetzt werden sollen. Zum Beispiel war für 2012 geplant, entlang dem Dienstgebäude Ost entlang der Centralbahnstrasse rund 200 Parkplätze zu erstellen. Nun ist klar: Bis Ende dieses Jahres sollte das tatsächlich auch passieren.

Die Antwort, wann die SBB mit den Massnahmen beginnen, gibt es von den SBB nach mehrfacher Nachfrage schriftlich. Franziska Frey, Mediensprecherin der SBB, schreibt: «Die SBB ist bestrebt, bis Ende 2014 die zusätzlichen Veloparkplätze beim Dienstgebäude Ost zu erstellen.» Warum das erst zwei Jahre nach dem im Konzept genannten Termin geschieht, begründen die SBB damit, dass die Umsetzung ab 2012 geplant war, also nicht im Jahr 2012.

Jetzt werde sie «in Verbindung mit anderen Arbeiten (Synergie-Nutzung)» angegangen. Was das wiederum heisst, wird ebenfalls erst nach einer Nachfrage klar: Der Platz beim Dienstgebäude Ost soll saniert werden, im Zuge der Sanierung sollen gleichzeitig die Veloparkplätze geschaffen werden. Frey betont, es handle sich nicht um eine Verzögerung, die SBB hätten sich bezüglich des Umsetzungstermins nie anders geäussert.

Wie es weiter geht, ist offen

Auch auf der Gundeli-Seite ist der Platz für die Velos knapp. Darum hätte gemäss Konzept ab 2013 dort eine Veloabstellanlage erstellt werden sollen. Bei diesem Projekt liege die Verantwortung beim Kanton, schreibt Frey weiter. Und beim Kanton heisst es: «Wir mussten die Planungen der SBB abwarten», sagt Barbara Auer vom Amt für Mobilität beim Basler Bau- und Verkehrsdepartement. Die Frage, wo diese Planung steht, blieb seitens der SBB kurzfristig unbeantwortet. Auer betonte, dem Kanton sei es wichtig, in Einklang mit den SBB zu planen. Sie betont die gute Zusammenarbeit mit den SBB. «Es bringt nichts, kurzfristig zu handeln und am Schluss eine unbefriedigende Lösung zu haben.»

Wann auf der Gundeli-Seite etwas gehen wird, das kann auch sie nicht sagen. «Komplexe Projekte brauchen Zeit», sagt Auer. Insofern sei das Konzept für die Veloparkplätze als Grundlage für die Berücksichtigung der grossen Nachfrage nach Veloabstellplätzen im Rahmen anstehender Grossprojekte der SBB zu sehen und die darin genannten Jahreszahlen für die Erstellung der Veloparkplätze hätten dem damaligen Kenntnisstand entsprochen.

Die Basler Velofahrerinnen und Velofahrer dürfen also gespannt sein, wie sich der Kenntnisstand weiterentwickelt – und in der Zwischenzeit weiterhin auf Kreativität beim Parkieren setzen.