Paragraph 73 des Bau- und Planungsgesetzes verlangt seit gut zwei Jahren «die erforderlichen Abstellplätze für Velos» und ähnliches in Neu- und bei Umbauten, verweist jedoch für Zahlen auf eine Verordnung respektive eine Verbandsnorm. Jetzt hat die Regierung diese Verordnung nachgeliefert, die per sofort in Kraft tritt.

Die Vorgaben sind stark differenziert, teils auch nach Nutzungsdauer gestaffelt. Beispielsweise muss für Wohnungen pro Zimmer ein Veloplatz bereit stehen, maximal jedoch vier. Die Schweizer VSS-Norm setzt keine Limite - die Basler Verordnung ist laut einer Sprecherin des Bau- und Verkehrsdepartementes etwas milder als die nationale Norm.

Absicht der Regulierung ist, mit mehr privaten Veloplätzen bei Wohn- und Gewerbebauten den Druck auf die Allmend zu bremsen: Die Lastenteilung soll etwas gerechter werden. Auf eine stark frequentierte Grossverteiler-Filiale beim Bankverein ohne Veloplätze angesprochen, sagte die Sprecherin, solches solle künftig nicht mehr vorkommen.

Indes behält sich die Regierung in ihrer Verordnung Ausnahmen vor, «um eine unverhältnismässige Belastung von Privaten zu vermeiden». Namentlich kann die Veloplatzpflicht entfallen oder reduziert werden, falls sonst bei einem Umbau im Parterre, der kommerziell attraktivsten Etage, «andere Nutzungen verdrängt würden».