Die Chaise Fazeneetli hatte grosses Pech am Cortège. Ihr Pferd, das sie am Montagnachmittag einsetzten, rutschte bei widrigen Witterungsverhältnissen am Steinenberg auf einer Platte aus. Es stürzte und konnte nicht mehr aufstehen – erst wieder, nachdem es Helfer von der glitschigen Eisenplatte weggezogen hatten.

Ein Video kursierte auf Social Media und sorgte für heftige Reaktionen, vor allem bei Tierschützern: Diese spekulierten aufgrund der Bilder, dass das Tier völlig erschöpft oder gar sediert war. 

Guido Isler aus Wohlen, Besitzer des gestürzten Pferds Divina, weist diesen Vorwurf aber klar von sich. Er sagte gegenüber dem Regionalsender «Tele M1»: «Sie konnte einfach nicht aufstehen, weil sie auf dieser Eisenplatte war. Sollen diese Tierschützer doch mal versuchen aufzustehen, wenn es Glatteis hat!»

Pferde-Zwischenfall an Basler Fasnacht erbost Tierschützer

Chaise-Besitzer Guido Isler: ««Sie konnte einfach nicht aufstehen, weil sie auf dieser Eisenplatte war.»

  

Auch das Fasnachts-Comité wehrt sich gegen die Vorwürfe: «Behauptungen, das Pferd habe zu irgendeinem Zeitpunkt Beruhigungsmittel oder andere Medikamente erhalten, entbehren jeglicher Grundlage.» Das Pferd habe mit Ausnahme einer kleinen Schürfung keine Verletzungen erlitten und auch keine Stresssymptome gezeigt. Dies unter Berufung auf eine sofort eingeleitete ärztliche Untersuchung.

Dem Pferd gehe es gut. Es hätte sogar am Cortège weiter mitlaufen können. Besitzer Isler hat sich aber dazu entschieden, das Pferd zu schonen und den Cortège zu verlassen. Er macht das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) für den Vorfall verantwortlich.

Gegenüber «Tele M1» bestätigt dieses, dass bei der provisorischen Überbrückung wohl etwas schief gegangen sei. Die entsprechende Baufirma wurde angewiesen, einen rutschfesten Belag aufzubringen, so dass die fragliche Stelle für den Cortège vom Mittwoch sicher ist. (zam/sda)