Pferde-Unfall
Verantwortliche kritisieren Tierschützer: «Sollen die versuchen aufzustehen, wenn es Glatteis hat!»

Der Sturz eines Pferdes am Cortège am Montag gab auch noch am Fasnachts-Zyyschtig zu reden. Die Verantwortlichen wehren sich gegen die Kritik von Tierschützern.

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Die Chaise Fazeneetli hatte grosses Pech am Cortège. Ihr Pferd, das sie am Montagnachmittag einsetzten, rutschte bei widrigen Witterungsverhältnissen am Steinenberg auf einer Platte aus. Es stürzte und konnte nicht mehr aufstehen – erst wieder, nachdem es Helfer von der glitschigen Eisenplatte weggezogen hatten.

Ein Video kursierte auf Social Media und sorgte für heftige Reaktionen, vor allem bei Tierschützern: Diese spekulierten aufgrund der Bilder, dass das Tier völlig erschöpft oder gar sediert war.

Ein Pferd, das eine Chaise gezogen hatte, war am Steinenberg auf einer Steinplatte ausgerutscht und gestürzt.
10 Bilder
Das Pferd habe mit Ausnahme einer kleinen Schürfung keine Verletzungen erlitt und auch keine Stresssymptome gezeigt.
Pferde-Unfall Basler Fasnacht
Behauptungen, dem verunglückten Pferd seien Beruhigungsmittel oder Medikamente verabreicht worden.
Dies wies das Fasnachts-Comité von sich.
Dem Pferd gehe es gut.
Der Zwischenfall hatte in den sozialen Medien heftige Reaktionen ausgelöst.
Letztes Jahr waren die Regeln verschärft worden.
Der Einsatz von Pferden am Fasnachtsumzug gibt in Basel immer wieder zu Diskussionen Anlass.
Es konnte erst wieder aufstehen, nachdem es Helfer von der glitschigen Stahlplatte weggezogen hatte.

Ein Pferd, das eine Chaise gezogen hatte, war am Steinenberg auf einer Steinplatte ausgerutscht und gestürzt.

zvg

Guido Isler aus Wohlen, Besitzer des gestürzten Pferds Divina, weist diesen Vorwurf aber klar von sich. Er sagte gegenüber dem Regionalsender «Tele M1»: «Sie konnte einfach nicht aufstehen, weil sie auf dieser Eisenplatte war. Sollen diese Tierschützer doch mal versuchen aufzustehen, wenn es Glatteis hat!»

Auch das Fasnachts-Comité wehrt sich gegen die Vorwürfe: «Behauptungen, das Pferd habe zu irgendeinem Zeitpunkt Beruhigungsmittel oder andere Medikamente erhalten, entbehren jeglicher Grundlage.» Das Pferd habe mit Ausnahme einer kleinen Schürfung keine Verletzungen erlitten und auch keine Stresssymptome gezeigt. Dies unter Berufung auf eine sofort eingeleitete ärztliche Untersuchung.

Dem Pferd gehe es gut. Es hätte sogar am Cortège weiter mitlaufen können. Besitzer Isler hat sich aber dazu entschieden, das Pferd zu schonen und den Cortège zu verlassen. Er macht das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) für den Vorfall verantwortlich.

Gegenüber «Tele M1» bestätigt dieses, dass bei der provisorischen Überbrückung wohl etwas schief gegangen sei. Die entsprechende Baufirma wurde angewiesen, einen rutschfesten Belag aufzubringen, so dass die fragliche Stelle für den Cortège vom Mittwoch sicher ist. (zam/sda)