Veranstaltungen am Wochenende

Verborgene Baselbieter Naturschätze: Die Ausstellung im Kantonsmuseum wird erweitert

Der Feuersalamander: in der Schweiz zunehmend gefährdet, in Pratteln zahlreich vorhanden.

Der Feuersalamander: in der Schweiz zunehmend gefährdet, in Pratteln zahlreich vorhanden.

Am Freitag wird die Ausstellung im Baselbieter Kantonsmuseum um Naturporträts von Titterten, Pratteln und Wenslingen erweitert.

Die «Naturschätze» im Kantonsmuseum in Liestal sind der Kern der Porträts, die jeweils je eine Baselbieter Gemeinde präsentieren. Momentan sind es 24 Porträts, von Jahr zu Jahr kommen neue dazu, bis die Naturräume aller 86 Gemeinden des Kantons mit ihren ganz individuellen Eigenarten repräsentiert sind. Dokumentiert werden diese Eigenarten – oder eben Naturschätze – mit eigens für die Ausstellung gedrehten Kurzfilmen. Welche Gemeinden jeweils hinzukommen, entscheidet das Publikum. Die meisten Stimmen erhielten dieses Mal Titterten, Pratteln und Wenslingen. Ihre Porträts werden heute an der Vernissage enthüllt.

Das Baselbiet soll zum Gummistiefelland werden

Ausgestellt werden die Naturschätze im Rahmen der wandelbaren Ausstellung «Wildes Baselbiet. Tieren und Pflanzen auf der Spur», die «den Reichtum der Natur vor der eigenen Haustüre» zeigen soll, wie Daniela Rohr vom Kantonsmuseum sagt. Und dies sei nicht nur als Momentaufnahme gedacht. Die Ausstellung wandle sich von Zeit zu Zeit, so wie sich auch die Natur dauernd verändere.

Im Eingangsbereich sind 86 Plastikröhren aufgestellt, geschmückt mit den Wappen der Baselbieter Gemeinden. Durch Geldeinwurf in den Schlitz, den sie oben tragen, können die Besuchenden mitentscheiden, welche Ortschaften als Nächstes porträtiert werden. So entschied sich das Publikum dieses Mal unter anderem für Wenslingen, wo Pro Natura Baselland 2007 den Startschuss zu einem grossen Renaturierungsprojekt gab. Ziel der Aktion: Das Baselbiet solle wieder zum «Gummistiefelland» werden, das es vor dem Zweiten Weltkrieg gewesen war. Inzwischen wurden im Rahmen des Projekts bereits zwanzig damals ins Unterirdische verbannte Bäche wieder ausgedolt.

Die Porträts von Titterten und Pratteln heben zwei Arten hervor, die eine spezielle Beziehung zur jeweiligen Ortschaft haben. In ersterer Gemeinde sind dies die Hochstammobstbäume, deren Vielfalt in den letzten neunzig Jahren von 5000 Obstsorten auf gerade mal die Hälfte geschrumpft ist. Pratteln hingegen zeichnet der immer stärker gefährdete Feuersalamander aus, der sich in den dortigen Bächen aber wacker hält: Fast in jedem Prattler Bach können seine Larven gefunden werden.

Biodiversität auf den verschiedensten Ebenen

Ursprung der Porträts war die Idee der Biodiversität, wie Projektleiterin und Biologin Ila Geigenfeind erzählt. Die Vielfalt, die in der Ausstellung im Zentrum stehe, sei auf ganz verschiedenen Ebenen anzutreffen. Mit der genetischen können sich Kinder in der Forschungswerkstatt beschäftigen, wo sie das System der Gengut-Vererbung erforschen können. Die Diversität der Tierarten hingegen stellt das Dunkelkabinett vor: Hier müssen die verschiedenen Tiere – wie in der Natur – mit der Taschenlampe selbst entdeckt werden. Die Vielfalt der Lebensräume zeigt sich im hinteren Teil der Ausstellung, wo Schaukästen Einblick in ganz andere Lebenswelten, die sich oftmals im Verborgenen befinden, geben.

Als vierte Ebene der Biodiversität kam 2014 schliesslich die der verschiedenen Gemeinden des Kantons hinzu. Und mit ihr die Idee, auch die Besuchenden für einmal mitbestimmen zu lassen. Diese haben sich nun auch für die drei Porträts entschieden, die dann nächstes Jahr hinzukommen: Im Rahmen der Vernissage heute Freitag werden die Gewinnerinnen des diesjährigen Gemeinde-Wettrennens bekanntgegeben.

Wildes Baselbiet. Tieren und Pflanzen auf der Spur

Vernissage heute Freitag ab 18 Uhr, Samstag und Sonntag ab 10 Uhr, ab 6 Franken, Museum.BL

www.museum.bl.ch

Die Veranstaltungstipps der bz-Redaktion

Pius Baschnagel und Band.

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Joël von Mutzenbecher

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Clair-Obscur

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Eine Autobusfahrt durch Paris von Raymond Queneau

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Reisetheater

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Performance von Kihako Narisawa

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«Die Konferenz der Dinge»

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Jan Katzschke spielt auf der Arlesheimer Silbermann-Orgel.

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Kinder bringen Alltagsgegenstände zum Klingen.

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Villa René Clavels

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