Für Diskussionen sorgte im vergangenen Jahr die geplante neue Verkehrsführung im Gundeldingerquartier. Hier soll die Buslinie 36 neu über den Tellplatz fahren. Die Anwohner fürchten aber, dass es statt zu einer Verkehrsberuhigung bei ihnen vor der Haustüre zu Verkehrsbehinderungen kommen könne. Beim Amt für Mobilität beschwichtigen die Planer, der Bus verkehre auf derselben Linie wie das Tram 15, es sei also nicht zu befürchten, dass er zu einem Verkehrshindernis werde.

Ähnlich läuft die Debatte um die geplante neue Verkehrsführung bei den Fahrrädern: Die Angst vor den Velos ist bei den Anwohnern im Gundeli ähnlich ausgeprägt, wie jene vor dem Bus. Und auch hier sind die Planer der Ansicht, das sei unbegründet. Wer nicht durch die stärker befahrenen Gundeldingerstrasse radeln wolle, könne die ruhigere Dornacherstrasse nutzen. Dass Velofahrer vor dem Verkehr aufs Trottoir flüchten würden und dort zur Gefahr für Fussgänger werden könnten, sei nicht anzunehmen. Und sollte es doch passieren, werde die Polizei mehr kontrollieren müssen.

Kritik von allen Seiten

Auch die Autoverbände sind nicht begeistert vom neuen Konzept: Dass die Gundeldinger- und die Dornacherstrasse zu Tempo 30-Strecken werden sollen, hat zu Einsprachen geführt. Der breite Widerstand hat zur Gründung einer Interessengemeinschaft geführt, der «IG verkehrt».

Der Widerstand überraschte die Behörden, hatten sie doch die Anwohner zur Mitarbeit während der Planung eingeladen. Auch zwei weitere Themen, die das Gundeli und den Verkehr betreffen, kamen dieses Jahr aufs Tapet: Das Volk verwarf im September die Initiative für den «Central Park», die das Gundeli über die Gleisflächen der SBB mit einer Grünanlage an die Stadt anbinden wollte. Und im Zusammenhang mit Verkehrsproblemen in Stadt und Land, wurde immer wieder die Forderung nach einer raschen Realisierung des Gundelitunnels laut.