Dass auf dieser neuen Strecke zwischen Landesgrenze und dem Zentrum von Weil am Rhein das U-Abo des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW) gelten wird, ist schon länger bekannt. Die Verhandlungen für die Gültigkeit von Halbtax- und Generalabonnement wurden dagegen erst in den letzten Tagen abgeschlossen, wie BVB-Marketingchef Stefan Schaffner am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Lösung ausschliesslich für Tramlinie 8

Geführt wurden die Verhandlungen vom Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt und der Regio Verkehrsverbund Lörrach GmbH (RVL). Für die BVB ist das Ergebnis ein erster Schritt zur angestrebten trinationalen Tarifharmonie.

Nach Angaben Schaffners gilt die ausgehandelte Lösung ausschliesslich für die Tramlinie 8. Bereits bestehende grenzüberschreitende Buslinien sowie die Regio-S-Bahn sind nicht eingeschlossen.

Mit dem Generalabonnement oder dem U-Abo des TNW kann die Tramlinie 8 künftig auf ihrer ganzen Länge frei benutzt werden. Dagegen kann mit einem Halbtax-Abo nur auf der Schweizer Seite ein Billett zum halben Preis für die Fahrt über die Grenze bezogen werden. Für die Rückfahrt aus Deutschland braucht es dagegen ein RVL-Ticket zum vollen Preis. Retourbilletts gibt es nach Angaben Schaffners nicht.

Ab 14. Dezember in Betrieb

In Betrieb genommen wird die verlängerte Tramlinie 8 mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember. Die Neubaustrecke nach Weil am Rhein ist 2,6 Kilometer lang. Davon liegen 1,6 Kilometer auf deutschem Gebiet. Die Tramlinie 8 verlängert sich mit dem neuen Abschnitt auf 10,1 Kilometer.

Die Verlängerung der Linie 8 ist der erste grenzüberschreitende Strassenbahnbau in Europa seit über 75 Jahren. Die Kosten sind auf 104 Millionen Franken veranschlagt. Davon übernehmen der Bund 44 Millionen Franken, Basel-Stadt und die BVB 38 Millionen Franken. Auf Baden-Württemberg, den Landkreis Lörrach und die Stadt Weil entfallen zusammen 22 Millionen Franken.