Basel

Verliert das Junge Theater Platz wegen eines neuen Notausgangs?

Uwe Heinrich, Leiter des Jungen Theater, im Foyer. Hinter ihm rechts wäre die Fluchttreppe zum Ausgang.Juri Junkov

Uwe Heinrich, Leiter des Jungen Theater, im Foyer. Hinter ihm rechts wäre die Fluchttreppe zum Ausgang.Juri Junkov

Uwe Heinrich, Leiter des Jungen Theater Basel, macht sich Sorgen um seine Bühne. Nach Tagen der Ungewissheit wurde ihm im Oktober 2011 klar, dass oberhalb seines Theaters Baupläne bestehen.

Der oberhalb der Bühne gelegene «Spiel-Estrich», wo Kinder aus dem Quartier spielen können, benötigt nach Ansicht der Feuerpolizei eine Fluchttreppe.

Nach ersten Planideensoll der Notausgang vom «Spiel-Estrich» aus hinab durch den Technikraum der Bühnentechniker und bis zum Foyer des Jungen Theater führen, das zusätzlich durch eine Glaswand in zwei Teile getrennt würde. Für Heinrich sind diese ersten Pläne, die niemand dementierte, ein Grund zur Besorgnis.

Das Foyer mit angeschlossener Bar sei wichtig als Treffpunkt für die Besucher und diene auch als Ort, wo sich die jungen Darsteller für den späteren Auftritt mit spezieller Körpergymnastik «einwärmen». Heinrich wünscht sich eine nachhaltige Lösung des geplanten Notausgangs, die den Theaterbetrieb nicht einschränkt.

Noch keine fixen Pläne

Noch scheint die Ausgestaltung der Pläne nicht definitiv zu sein. Diesen Eindruck vermittelt zumindest Daniel Grünenfelder, Leiter Immobilienbewirtschaftung des Vermieters Immobilien Basel-Stadt. Es gebe noch keine fixen Pläne für das Fluchtweg-Projekt. Es sei alles noch im Fluss. Höchst kontraproduktiv, sei es aber, wenn die Presse jetzt schon darüber berichte, ärgert sich Kader-Mitglied Grünenfelder.

Das 1977 gegründete Junge Theater ist meist ausverkauft. In der Regel besuchen Schulklassen die Aufführungen, in denen Jugendliche die Darsteller sind.

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