Elf Verfassungsklagen zumeist von Anwohnerseite hatten 2012 die erste Regierungsverordnung zum vom Grossen Rat beschlossenen Innerstadt-Verkehrsregime angefochten, wie Justiz- und Sicherheitsdepartements-Vorsteher Baschi Dürr am Mittwoch vor den Medien sagte. Die Regierung habe darauf einen neuen Anlauf genommen.

Der am Dienstag verabschiedete Kompromiss soll die Kernzone von motorisiertem Individualverkehr befreien, für Anwohnerschaft und Gewerbe aber praktikabel sein. Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels versprach ein liberales Regime, weil die Innerstadt «nicht reine Kulisse» werden dürfe, sondern auch nach Ladenschluss belebt sein solle.