Basel

Versammlungsverbot wegen Corona-Virus: Bevölkerung disziplinierter als vergangene Woche

Die leere Freie Strasse in Basel am Freitag.

Die leere Freie Strasse in Basel am Freitag.

Die Baselbieter und Basler haben sich am Wochenende weitgehend an das Versammlungsverbot gehalten, das der Bundesrat für Gruppen über fünf Personen im öffentlichen Raum ausgesprochen hat.

Der Baselbieter Polizeisprecher Adrian Gaugler konstatierte eine «Verbesserung der Situation» im Vergleich zu vergangener Woche. Untätig war die Baselbieter Polizei am Wochenende gleichwohl nicht. Sie musste «einige Male» ausrücken, weil die Corona-Verordnungen missachtet worden waren. Bemerkenswert ist allerdings, dass es sich bei den Verstössen nicht nur um Gruppierungen handelt, die Garagenfeste oder Hauspartys veranstaltet hatten. Vereinzelt musste die Polizei auch Beizen und Läden dichtmachen, die sich dem Verbot widersetzten.

Rheinbord und Barfi leergefegt

Die Städter waren auch merklich disziplinierter als vergangene Woche. Treffpunkte wie Barfüsserplatz oder Rheinbord waren gestern nahezu leergefegt, im Schützenmattpark und in den Langen Erlen nur einige Besucher zugegen. Polizeisprecher Martin Schütz konstatierte: «Die Basler halten sich bisher sehr gut an die Auflagen, namentlich an die Fünfer-Regelung.» Seit Freitagabend habe die Polizei Basel-Stadt nur ein paar wenige Hinweise auf Verstösse erhalten. Und: «Die meisten entpuppten sich als unbegründet», sagt Schütz. Intervenieren hätten die Polizisten nur in Einzelfällen müssen, angesprochene Personen zeigten sich in aller Regel einsichtig. Die genaue Zahl allfälliger Bussen will die Basler Polizei nach einer ersten Auswertung heute Montag bekanntgeben. (lsi/rak)

Meistgesehen

Artboard 1