Und das Ende ist ein neuer Anfang: Nach dem Zerwürfnis um ein massives Defizit und Führungsdifferenzen zwischen den Robi-Spiel-Aktionen und der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige (GGG) startet der Verein in eine neue Zukunft.

Dieser Einigung war ein finanzielles Desaster vorausgegangen. Die Verantwortlichen waren administrativ überfordert und nahmen die Ausweitung des Angebots vor ohne entsprechende Refinanzierung. 2016 resultierte daraus ein Verlust von 114 000 Franken, das Vermögen schrumpfe auf 194'000 Franken. Hinzu kamen weitere Buchungsfehler, die dazu führten, dass der Verein mit mehreren Hunderttausend Franken verschuldet ist.

GGG zieht sich zurück, neuer Vorstand übernimmt

In der Folge kam es zu Streitigkeiten zwischen Andreas Hanslin, dem Geschäftsführer der Robi-Spiel-Aktionen, dem Verein und der GGG, welche den Verein mit jährlich 100 000 Franken unterstützt. Hanslin gab seine Kündigung bekannt, an einer Sitzung kam es zum Eklat. Jetzt, rund ein halbes Jahr später, ist wieder Ruhe eingekehrt. Ein neuer Vereinsvorstand hat sich konstituiert und die GGG hat sich als Trägerin aus dem Verein zurückgezogen. Dies sei an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung der Robi-Spiel-Aktionen vom Dienstag so beschlossen worden, wie die Verantwortlichen mitteilten.

Dafür bleibt Andreas Hanslin, der seit über drei Jahrezehnten den Verein verkörperte, weiterhin Geschäftsführer, wie Andreas Meyer Primavesi, der neue Vize-Präsident des Vorstands, gegenüber der bz bestätigt.Der Vorstand selbst habe sich zur Zukunftssicherung gänzlich neu aufgestellt, wie Meyer sagt. Dazu zähle Fachkompetenz in den Kernbereichen Öffentlichkeitsarbeit, Pädagogik, Recht, Organisationsentwicklung und auch Finanzwesen.

Neu mit mehr Mitgliedern

«Wir sind nun optimal aufgestellt für die Zukunft», so Meyer. Er sei froh, dass eine Lösung gefunden wurde, bei der sich sämtliche Beteiligten gegenseitig in die Augen blicken können. Der Verein sucht nun nach neuen Mitgliedern, um sich breiter in der Bevölkerung aufzustellen. Dafür wurden die Mitgliederbeiträge angepasst.

Zudem wurde das Finanz- und Rechnungswesen laut Mitteilung professionalisiert. Mit der Einführung einer Kostenstellenrechnung und besseren administrativen Abläufe sei «die Basis für eine erfolgreiche Zukunft» gelegt worden. Die GGG habe die Negativbilanz des Vereins Robi-Spiel-Aktionen von 310'000 Franken aus dem Jahresabschluss 2017 ausgeglichen und gewähre dem Verein für das Geschäftsjahr 2018 eine Defizitgarantie von maximal 190'000 Franken.