Vertreter in Bern
Christoph Eymann gibt sein Nationalratsmandat ab

Per Ende November beendet Christoph Eymann (70) seine Zeit als Nationalrat in Bern. Für ihn rückt die Basler LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein nach.

Aimee Baumgartner und Nora Bader
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LDP-Nationalrat Christoph Eymann gibt sein Amt ab.

LDP-Nationalrat Christoph Eymann gibt sein Amt ab.

Archivbild: Kenneth Nars

Seit Dienstag ist es offiziell: Christoph Eymann gibt sein Nationalratsmandat per Ende November 2021 ab, wie die LDP gestern Dienstag mitteilte. Diesen Entscheid habe er über den Sommer getroffen, sagt Eymann gegenüber der bz.

Seine Amtszeit endet am 28. November vor Beginn der Wintersession. Im Plenum verabschiedet wird der 70-Jährige allerdings bereits am letzten Tag der laufenden Herbstsession – und das ist übermorgen Freitag. Der ehemalige Vorsteher des Erziehungsdepartements Basel-Stadt wurde 2015 in den Nationalrat gewählt. Für ihn rückt nun die Basler LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein nach. Diese Konstellation ist speziell – ist von Falkenstein doch die Mutter zweier gemeinsamer Kinder mit Eymann.

Patricia von Falkenstein wird ihr neues Amt in der Wintersession 2021 aufnehmen, wie die LDP weiter mitteilt. Mit 9363 Stimmen hatte von Falkenstein bei den Nationalratswahlen 2019 auf der Liste der Liberaldemokraten das zweitbeste Resultat erzielt hinter Eymann (13220). Mit ziemlich Abstand folgten Raoul Furlano, Heiner Vischer und Anna Götenstedt.

Mit Patricia von Falkenstein (LDP), Katja Christ (GLP), Sibel Arslan (GB) und Sarah Wyss (SP) vertreten nun vier Frauen Basel-Stadt gemeinsam mit Mustafa Atici (SP) im Nationalrat. Ab 2023 wird Basel-Stadt dann allerdings nur noch vier Nationalratssitze innehaben.

Vom Bürgergemeinderat zum Nationalrat

Über die Gründe nach seinem Abgang befragt sagt Eymann gegenüber der bz, Druck habe er nicht verspürt. Aber in einem persönlichen Brief an die Parteimitglieder der LDP begründet er:

«Mit Blick auf mein Lebensalter scheint es mir angezeigt, das politische Mandat zu einem Zeitpunkt abzugeben, bevor einem andere sagen oder nicht zu sagen getrauen, dass es eigentlich Zeit wäre.»

Mit diesem Schritt endet für Eymann eine lange Zeit in der aktiven Politik, die über den damaligen «Weitern Bürgerrat» (heute Bürgergemeinderat) 1981 zu Mandaten im Grossen Rat, im Nationalrat, im Verfassungsrat, Regierungsrat und erneut im Nationalrat für die Liberal-Demokratische Partei führte. Nun sei es an der Zeit, die Nachfolge zu regeln, was ihm leichtfalle: «Ich bin überzeugt, dass meine Nachfolgerin ebenso wie ich die Werte einer eigenständigen Basler liberalen Partei in Bern vertreten wird.» Im Interview gegenüber «Online Reports», sagt er: «Für jene, die wollen, werde ich immer noch im Hintergrund für Rat bereit stehen. Aber es muss ein Hol-System sein.»

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