Verkehr

Verwirrte Pendler, hupende Autos: Der erste Tag der grossen Basler Centralbahnplatz-Sperre

Seit Donnerstagmorgen ist der Basler Centralbahnplatz für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Damit wird die Markthallenkreuzung zum kleinen Bahnhofsplatz. Am Donnerstagnachmittag traf zudem die Baubewilligung des Bundes ein, ab Montag fahren die Maschinen auf.

Die Verwirrung war am frühen Donnerstagmorgen bereits perfekt. Zwar hatten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) bereits anfangs Woche auf allen möglichen Kanälen die Sperrung mit den entsprechenden Umleitungen bekanntgegeben, doch die Realität traf Pendler und Autofahrer gleichermassen hart.

Der Centralbahnplatz ist wegen der anstehenden Gleisersatz-Arbeiten von Donnerstag, 28. März, bis Sonntag, 12. Mai, für den Verkehr gesperrt. Tram und Bus bedienen den Platz weitgehend nicht, ausser der Flughafenbus der Linie 50 und die drei Gleise im Osten mit den Linien 1, 10 und 11. Alle anderen Verbindungen werden um den Bahnhof herumgeführt, vor allem über die Markthallen-Kreuzung.

Nervenstärke vor der Markthalle

Dort war am Donnerstag Nervenstärke gefordert. Pendler suchten provisorische Bushaltestellen, Autofahrer hupten wegen des deutlich stärkeren Verkehrs. Das Personal der Verkehrsregelung kommunizierte entsprechend lautstark, während Fussgänger quer von Haltestelle zu Haltestelle über die Strasse gingen.

Die BVB hatten bereits kurz nach Inkrafttreten der Umleitungen reagiert. Wie deren Sprecher Benjamin Schmid am Nachmittag vor Ort sagte, wurden vor der Markthalle zusätzliche Absperrungen errichtet, das Personal der Verkehrsregler wird zudem in den kommenden Tagen verstärkt. An den neuralgischen Pendlerknoten wie dem Bahnhof oder dem Wettsteinplatz haben die BVB zusätzlich Personal zur Kundeninformation eingesetzt.

Velofriedhof steht noch im Weg

«Wir rechnen damit, dass sich die Pendler in wenigen Tagen an die Umstellung gewöhnt haben», sagt Schmid. Beim Tramverkehr würden sich die Verwirrungen erfahrungsgemäss bald legen, komplexer sei die Umstellung für Bus-Passagiere. Erschwerend hinzu komme, dass die im Bereich der Markthallenkreuzung abgestellten Velos den Fussgängern im Weg stehen. Die als «Velofriedhof» bekannte Stelle wurde im Zug der Umleitungen nicht geräumt.

Bauliche Massnahmen gab es am Donnerstag allerdings nur an den Haltestellen der BVB selbst: So wurden direkt vor der Markthalle zwei Tramspuren mit Teerbelag versehen, damit die umgeleiteten Busse dort kreuzen können. Denn: «Zwei Busse sind breiter als zwei Trams», so Schmid.

Am Donnerstag traf zudem die ersehnte Baubewilligung des Bundes für den Centralbahnplatz ein, wie das Basler Tiefbauamt am späten Nachmittag mitteilte. Am Freitag werden erste Elemente demontiert, ab Montag sollen die Maschinen auffahren.

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