Elternglück
Viel Nachwuchs im Tierpark Lange Erlen

Starker Nachwuchs trotz Hitze im Tierpark Lange Erlen: Weil einige Besucher nicht vorsichtig waren, mussten vier kleine Kaninchen sterben.

Dominique Waldmann
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Ein Schwarzschwan mit Jungen
6 Bilder
Jungstörche
Eine Diepolzer Gans mit den Kleinen
Ein Wollschweinferkel
Ein noch junges Rothirschkalb
Nachwuchs im Tierpark Lange Erlen

Ein Schwarzschwan mit Jungen

Tierpark Lange Erlen

Heisse Sonne und wenig Schatten, die Jungtiere haben’s nicht einfach. Fast nie zeigte sich eines der Kleinen an der gestrigen Pressekonferenz im Tierpark Lange Erlen. Wer gute Augen hatte, konnte die «Babys» etwa im Schatten gähnen oder scheu am Wasser trinken sehen. Der Park freut sich nämlich über starken Nachwuchs.

Zwar liegen die 17 beringten Jungstörche «etwa im Durchschnitt, wie auch die beiden neuen Rothirsche zu erwarten waren», sagt Tierparkleiter Bruno Ris. Dass die europäische Wildkatze diesen Sommer «endlich» zwei kleine Kätzchen zur Welt brachte, habe aber besonders für Freude gesorgt.

«Bei den Wildkatzen konnte der Park in den letzten Jahren keinen Nachwuchs verzeichnen», so Ris. Die beiden Büsis werden von der Mutter noch sehr beschützt und befinden sich bei ihr im Unterschlupf. Der Vater bleibt zunächst im Gehege. Bei dieser Tierart kann es vorkommen, dass der Vater die Jungen tötet.

Drei junge schwarze Schwäne sind im Park zu sehen, der Vater und ein Jungtier wurden vom Fuchs gerissen. Der Fuchs darf neu ins Gehege der Wildschweine und hat selber für dreifachen Nachwuchs gesorgt. Auch nicht alle Kaninchenkinder haben überlebt, vier Jungtiere starben wegen «verantwortungslosem Füttern durch Besucher», wie Ris sagt.

Die sechs noch lebenden Kaninchen haben sich in ihre Ställe zurückgezogen, nur die Nasenspitzen ragen heraus. Immerhin rennen die sieben jungen Wollschweine lebhaft herum. Für die kleinen Besucher des Parks besonders schaulustig ist der kleine Kapuzineraffe, der sich an den Rücken der Mutter klammert. Zudem sollen die Rothirsche ein weiteres Junges erhalten, glaubt Ris. Die bereits geborenen Junghirsche sitzen im Schatten beim Wiederkäuen.

«Rotkäppli» mit Hirsch Hugo

Das Parkrestaurant «Lange Erlen» nimmt das «Märlitheater» von Eugen Urfer wieder auf. Das Theater blieb die letzten zwei Jahre aus, lief davor aber für zehn Jahre während den Sommerferien. Gespielt wird «Rotkäppli und Hugo Hirsch». Der Eintritt ist gratis, jedes Geburtstagskind erwartet zudem eine Überraschung während der 50-minütigen Aufführung.

Die Gesamtbudget von rund 70 000 Franken wird durch Sponsoring und vom Parkrestaurant finanziert. Die Premiere findet am 3. Juli statt, dann läuft das «Märli» Montags bis Samstags, jeweils um 14:30 und 16:30 Uhr, bis zum 12. August.

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