Knuddelig sehen sie aus, die vier Geparden-Mädchen, die seit kurzem auf der Etoscha-Anlage im Basler Zoo zu sehen sind. Die drei Monate alten Raubkatzen sind am 24. Juli zur Welt gekommen und haben sich, bis sie sechs Wochen alt waren, noch in der sicheren Höhle versteckt.

Nun aber erkunden sie fleissig die Anlage - ganz zur Freude der Zolli-Besucher und der Wärter. Manchmal tollen sie solange herum, bis sie müde umfallen und sich wieder in ihre Höhle verziehen.

So süss! Die Geparden-Babys im Basler Zolli

So süss! Die Geparden-Babys im Basler Zolli

Die Jungtiere sind ein Erfolg für den Zoo, denn die Zucht von Geparden ist ein schwieriges Unterfangen. Weibliche Geparden sind Einzelgänger und lassen nur selten Männchen in ihre Nähe. Lediglich zur Paarungszeit kommen sie zusammen.

Im Zoo werden deshalb Männchen und Weibchen abwechslungsweise in verschiedenen Anlagen gehalten. So hinterlässt der potenzielle Partner seinen Geruch, was im Idealfall das Interesse des anderen weckt, wie sie in einer Mitteilung erklären.

Wenn dann eine Gepardin Gefallen am Kater zeigt, lässt der Pfleger die beiden sofort zusammen. Denn die Zeugung von Nachwuchs ist bei den Grosskatzen nicht unkompliziert. Nur durch mehrfache Kopulation kommt es bei Katzen zu Eisprung und Befruchtung. Trennt man die Tiere zu früh, gibt es möglicherweise keinen Nachwuchs. Trennt man sie hingegen zu spät, kann es zu aggressivem Verhalten kommen. Die Pfleger müssen ihre Schützlinge also nicht nur genau kennen, sondern ihr Verhalten auch deuten können.

Bei den beiden Zolli-Geparden Alima und Gazembe klappte aber alles hervorragend.

Zolli unterstützt die Big Life Foundation

Geparde werden auf der roten Liste der IUCN als «gefährdet» aufgeführt. Nach einer Schätzung der IUCN lebten 2008 nur noch 7500 von ihnen in ganz Afrika. Seither ist ihre Zahl auf geschätzte 5000 zurückgegangen.

Seit 2013 unterstützt der Zoo Basel die Big Life Foundation in Kenia - ein erfolgreiches Schutzprojekt für Raubtiere im Amboseli-Schutzgebiet. Dort hat der Bestand an Geparden seit Beginn des Projektes wieder zugenommen. 

(Quelle: youtube.ch/ZooBasel)

Zoo Basel unterstützt die Big Life Foundation