Markthalle
Vier Konzepte für die Markthalle sind in der engeren Auswahl

Die Markthalle braucht eine neue Strategie. Am 28. März ist der letzte Verkaufstag für die eingemieteten Geschäfte. Für die Zukunft suchte die Markthalle neue Konzepte. Aus vier dieser Konzepte wird dann das Beste umgesetzt.

Janine Müller
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Gähnende Leere unter der grossen Kuppel: Die Mieter verlassen die Markthalle, die letzten Tage des Ausverkaufs stehen an. Kenneth Nars

Gähnende Leere unter der grossen Kuppel: Die Mieter verlassen die Markthalle, die letzten Tage des Ausverkaufs stehen an. Kenneth Nars

Bis wieder Leben in die Basler Markthalle einkehrt, kann es noch eine Weile dauern: Die meisten Läden sind weg und die Eigentümerin Credit Suisse hat noch kein neues Betriebskonzept gefunden. Dafür stehen nun vier Konzepte zur Auswahl. Wer hinter diesen steht, will die Vermieterin Wincasa nicht bekannt geben. Sicher ist aber, dass die verschiedenen Bewerber und potenziellen Betreiber Konzepte mit Hand und Fuss vorgelegt haben: Machbarkeitsstudien und Businesspläne waren die Vorgaben. Die nun ausgewählten Konzepte haben diese Vorgaben erfüllt, müssen jetzt aber auf Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit überprüft werden, heisst es in einer dürren Mitteilung.

Basler Beteiligung

Der wohl wichtigste Punkt an diesen neuen Ideen: «An jedem der vier Konzepte haben Leute mitgearbeitet, die Basel und die Region gut kennen», sagt Philipp Schoch, Leiter der Markthalle und Management Ost/Mitte von Wincasa.

Denn: Im März 2012 wurde die Markthalle mit einem von Zürchern erarbeiteten Konzept neu eröffnet. Die Kombination zwischen Einkaufszentrum, Eventhalle und Wohnturm sollte der Markthalle neues Leben einhauchen. Doch nach nur knapp einem halben Jahr Betrieb war klar: Das Konzept ist gescheitert. Die Markthalle funktionierte zwar als Eventhalle einigermassen gut, doch als Einkaufszentrum weniger. Die Kunden und der erhoffte Umsatz blieben aus.

Gemäss Schoch zielt jedes der neuen Konzepte in eine andere Richtung. Nicht nur die vier Projekte seien völlig unterschiedlich, sondern auch die Zeit, in der sie realisierbar wären. Die einen könnten gemäss Schoch schon Ende Sommer ihren Betrieb aufnehmen, die anderen erst im Jahr 2014. Über das vorgesehene Budget schweigt sich die Credit Suisse eben so aus wie über die konkreten Inhalte der Betriebsideen.

Auswahl noch vor dem Sommer

Zur Überprüfung gehört auch, wie die Konzepte aus rechtlicher Sicht gesehen realisierbar sind. «Bezüglich Denkmalschutz der Kuppel gibt es viele Vorgaben», bemerkt Schoch. Auch feuerpolizeiliche und arbeitsrechtliche Aspekte müssen beachtet werden. Trotzdem: In den nächsten Wochen soll ein Konzept ausgewählt werden. Bis spätestens zum Sommerbeginn soll das neue Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Bis der Entscheid fällt, kann die Kuppelebene der Markthalle weiterhin für Events gemietet werden. Und: Bis heute läuft noch der Ausverkauf unter der Kuppel der Markthalle. Einzig «Zooloose» und «Superdry» bleiben der Markthalle bis Ende Juni erhalten. «Superdry» zieht anschliessend «in einen Laden in der Innenstadt an bekannter Passantenlage» um, und «Zooloose» verlegt die Verkaufsfläche in eine der Randbauten der Markthalle.