Grosser Rat

Vier Millionen für Lärmschutz an der Basler Osttangente

Einer der meistbefahrenen Strassenabschnitte der Schweiz: Die Osttangente.

Einer der meistbefahrenen Strassenabschnitte der Schweiz: Die Osttangente.

Die Anwohnerinnen und Anwohner werden besser vom Lärm der Basler Osttangente geschützt: Der Grosse Rat hat am Donnerstag für Lärmschutzmassnahmen entlang der Autobahn rund vier Millionen Franken bewilligt.

Mit 91 zu 1 Stimmen folgte das Basler Parlament dabei den Anträgen seiner vorberatenden Umwelt-, Verkehr- und Energiekommission (Uvek). Vorgesehen sind Massnahmen wie der Einbau von 1900 Schallschutzfenstern, Lärmschutzwände an der Schwarzwaldallee und der Galgenhügel-Promenade.

Die Massnahmen wurden von sämtlichen Fraktionen als notwendig erachtet. Die Anwohner würden immer noch unter dem zunehmenden Lärm der Osttangente leiden - Lärmschutzmassnahmen lägen dringend auf der Hand, sagte etwa eine SP-Sprecherin.

Zudem wird die Regierung vom Grossen Rat dazu aufgefordert, sich auf Bundesebene für Tempo 60 für Lastwagen auf der gesamten Osttangente einzusetzen. Eine solche Temporeduktion würde sich entlastend auf die Lärmbelästigung der Anwohnerschaft auswirken, sagte ein SVP-Vertreter.

Noch nicht bewilligt hat der Grosse Rat an seiner Sitzung im Congress Center Basel das von der Regierung beantragte Vorprojekt für eine 260 Meter lange Überdeckung auf dem Abschnitt Breite West in der Höhe von rund 1 Million Franken.

Einhausung aufgeschoben

Das Parlament will wie die Uvek, dass verschiedene Varianten der Einhausung in einem zweiten Ratschlag einander gegenübergestellt werden: neben der vom Regierungsrat vorgeschlagenen 260 Meter langen Überdeckung auch eine Einhausung über eine Strecke von 500 Metern und die Belassung des Status quo.

Die Lärmschutzmassnahmen sind als Übergangslösung gedacht. Längerfristig soll die Osttangente durch den Bau des Rheintunnels vom Autoverkehr entlastet werden. Der Kanton Basel-Stadt drängt zwar auf eine möglichst rasche Realisierung, der Bund kann aber aufgrund der Verfahrensabläufe eine Inbetriebnahme nicht vor dem Jahr 2039 garantieren.

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