Basel
Virtual-Reality im Museum: Mit dem Flugsimulator durch die Welt der Dinos

Im Naturhistorischen Museum in Basel können die Besucher zurzeit mit einem Flugsimulator durch die prähistorische Welt der Dinosaurier fliegen. Mithilfe von sensiblen Apparaturen und einer Virtual-Reality-Brille wird die virtuelle Welt zur Realität.

Helena Krauser
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Der Simulator regiert auf alle Bewegungen des Körpers.
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Beim Flug kann man die Dinosaurier von Nahem betrachten.
Flugsimulator
Die virtuelle Landschaft wird mit der Brille zur Realität.
Die Landschaft entwarfen die Entwickler gemeinsam mit Dinosaurier-Experten.

Der Simulator regiert auf alle Bewegungen des Körpers.

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Seit es Menschen gibt, blicken sie neidvoll in den Himmel und wünschen sich, ebenso elegant durch die Luft zu fliegen wie die Vögel. In den vergangenen Jahrhunderten scheiterten viele Versuche, es ihnen gleichzutun.

Mittlerweile sitzen täglich unzählige Menschen in Flugzeugen, die um die Welt jetten. Mit der Eleganz der Vögel hat das allerdings wenig zu tun. Das Fluggefühl der Vögel blieb der Menschheit lange Zeit weiterhin verwehrt.

Mit der neusten Technologie von sensiblen Flugsimulatoren und Virtual-Reality-Brillen ist das mittlerweile aber möglich. Seit Anfang Dezember steht eine solche Apparatur im Naturhistorischen Museum in Basel. Der Flugsimulator heisst «Birdly» und lässt die Besucher als Flugsaurier durch die prähistorische Welt der Dinosaurier fliegen. Entwickelt wurde er von der Zürcher Firma Somniacs.

Mit authentischem Flugwind

Gemeinsam mit den Artgenossen kann man sich in tiefe Schluchten stürzen und die verschiedenen Dinosaurierarten von Nahem anschauen oder weit über den Gipfeln fliegen und die Landschaft im Licht der untergehenden Sonne von oben betrachten.

Der Flugsimulator reagiert dabei auf jede Bewegung des Körpers. Mit ausgebreiteten Armen legt man sich auf die Apparatur; die Beine angewinkelt, den Kopf unter einem Headset mit Virtual-Reality-Brille. Vor dem Gesicht ist ein Ventilator befestigt, der den Flugwind authentisch simuliert.

Fliegen ist anstrengend

Kaum geht es los, wird klar: Fliegen ist anstrengend. Um schnell vorwärtszukommen, muss man kräftig die Arme auf und ab bewegen. Mit den Handflächen reguliert man die Richtung, das erfordert Konzentration. Handflächen nach vorne bedeutet Sturzflug in die Tiefe, dreht man sie in unterschiedliche Richtungen, fliegt man eine Kurve.

Die Virtual-Reality-Brille ermöglicht das dreidimensionale Sehen, durch das Headset werden die passenden Geräusche übermittelt. So fühlt es sich tatsächlich an, als würde man sich durch den virtuellen Raum bewegen.

Nach drei Minuten ist das Abenteuer vorbei. Der Wechsel aus der virtuellen in die reale Welt lässt die Besucher leicht taumeln: «Einige vergessen nach dem Flug fast, ihre Jacken und Taschen mitzunehmen, weil sie noch etwas benommen sind», sagt Yvonne Barmettler, Leiterin Kommunikation und Vermittlung beim Naturhistorischen Museum.

Noch bis Ende Jahr

Der Flug kostet fünf Franken und ist für alle, deren Armspanne mindestens einen Meter und zehn Zentimeter beträgt, geeignet. Zurzeit sind Flüge zwischen 13 und 17 Uhr möglich. Der Simulator ist noch bis Ende Jahr im Museum zu Gast. Über eine Verlängerung wird allerdings verhandelt.