FCB-Legende Karli Odermatt ist im Element. Er steht hinter den Verkaufstischen und präsentiert vor der Generalversammlung am Montag den FCB-Fans die neuen Schweizermeister-T-Shirts und -Schals. «Nach dem Spiel gegen Lausanne am Sonntag waren die T-Shirts schnell ausverkauft», erklärt er und streckt einem Käufer das Wechselgeld entgegen. «Es ist grossartig, das neue Shirt ist wunderschön.»

Gefühlsschwankungen

Die Stimmung bei den Vereinsmitgliedern und dem Verwaltungsrat könnte besser nicht sein. Denkt Mathieu Jaus aber an den morgigen Tag – für ihn ist es der letzte Abend als Verwaltungsratsmitglied – kann er nicht sagen, wie er sich fühlt. «Ich weiss noch nicht, was ich vermissen werde. Diesen Gedanken habe ich wohl bewusst weggeschoben.» Der Austritt falle ihm schwer. «Ich verlasse den Luxusdampfer und gehe auf eine neue Reise. Vielleicht kennt mich bald niemand mehr und ich ende auf einem kaputten Kutter», lacht der Noch-Finanzchef.

Auch Werner Schmid (Marketing) fällt der Abschied nicht leicht. «Der Zeitpunkt ist ideal, denn dem FCB geht es hervorragend und um den VR-Präsidenten Bernhard Heusler formiert sich ein neues Team.» Der Gedanke, den VR zu verlassen, sei ihm ja nicht gestern gekommen, sagt Schmid. Doch als Gigi Oeri im August bekannt gab, auf Ende 2011 das Präsidium abzugeben, wollte er nicht auch noch gehen.

Internationales Netzwerk

Die Nachfolger von Schmid und Jaus, Stephan Werthmüller, René Kamm und Georg Heitz, freuen sich auf ihr Amt. Kamm ist seit 2003 CEO der Messe Schweiz und erkennt Parallelen in den Aufgaben. «Ich bringe ein internationales Netzwerk mit.» Als Zusatzbelastung sieht er den Posten im FCB-VR nicht, der Aufwand sei überschaubar.

Der neue Vizepräsident Adrian Knup fühlt sich über die Anfrage für den VR geehrt: «Es ist für mich ein Zeichen der Wertschätzung, den Job als Vize angeboten zu bekommen.»