Zoo Basel

Von süssen Erdmännchen-Drillingen und aussergewöhnlichen Echsen im Versteck

Im Zolli gibt es junge Erdmännchen-Drillinge. Die Kleinen gehen bereits jetzt zur Schule und lernen fleissig. Ausserdem kann man neu Panzergürtelschweife bestaunen. Seit 2018 gibt es die Tiere schon im Zolli, wurden aber noch versteckt gehalten.

Bei den Erdmännchen im Zolli gibt es Nachwuchs - und das gleich dreifach! Am 19. September schauten die Drillinge zum ersten Mal aus ihrem Bau heraus, teilt der Zoo mit. Vier Wochen zuvor wurden die Jungen in den unterirdischen Gängen zur Welt gebracht. 

Erdmännchen gehören zur Ordnung der Raubtiere und zur Familie der Schleichkatzen. Ursprünglich kommen die Tiere aus dem südlichen Afrika, wo sie in offenen und trockenen Gebieten leben. Sie sind sehr sozial und leben in grossen Gruppen zusammen.

Beute fangen und Gruppe bewachen sind die Lernziele der Erdmännchen-Schule

Das Leibgericht der süssen Tiere sind Insekten, Schlangen und andere Kriechtiere. Allerdings ist das Fangen der Beute gar nicht mal ungefährlich. Die Jungen müssen deshalb in die «Schule». Dabei verfolgen sie ihre älteren Artgenossen und schauen ihnen ganz genau zu. Anfangs bekommen die Kleinen die Beute tot vorgesetzt, später dürfen sie sich ihr Essen selbst fangen.

Doch nicht nur für das Fangen müssen die Erdmännchen-Kinder zur Schule. Das Erkennen von Gefahren aus der Luft sowie an Land muss erst gelernt werden. Indem die Jungen die erwachsenen Erdmännchen nachahmen, lernen sie. So setzen sich auch die Kleinen auf Hinterbeine und Po und beobachten den Himmel genauso aufmerksam wie ihre Vorbilder. Bei Gefahr wird ein Alarmschrei ausgestossen und die ganze Gruppe verschwindet im Bau. Das Lernziel sind 30 verschiedene Laute zu erlernen.

Eine aussergewöhnliche Echsen-Art lebte lange hinter den Kulissen

Neu kann man im Zoo auch die Panzergürtelschweife bestaunen. Das Zuhause der Echsen-Paare ist das Terrarium 51 im Vivarium. Im Aufzuchtterrarium neben den Strahlenschildkröten befindet sich ausserdem ein Jungtier. Wie der Zoo mitteilt, kam das erste Paar schon 2018 nach Basel, das zweite folgte Ende 2019. Bis vor Kurzem wurden die scheuen Echsen allerdings noch hinter den Kulissen gehalten.

Die aussergewöhnlichen Panzergürtelschweife besitzen rechteckige Schuppen, die besonders gross und stachelig sind. Diese Schuppen bilden einen Panzer, der dem Gürteltier ähnelt. Besteht Gefahr, zieht sich diese Echsen-Art in Felsspalten zurück und verkeilt sich dort. Den Weg zu «ihrer» Spalte kennen die Tiere sehr genau, denn sie sind äusserst ortstreu.

Echse und Gürteltier wehren sich in der selben Art und Weise vor Feinden

Junge Panzergürtelschweife bleiben bei ihren Eltern bei welchen sich mit der Zeit eindrückliche Familienverbände von bis zu 60 Tieren bilden können. Ein möglicher Beuteangreifer kann durch die vielen Augen in einem solchen Verband mit einer höheren Wahrscheinlichkeit entdeckt werden.

Wird die Echse doch einmal von einem Feind gesichtet, wehrt sie sich wie ein Gürteltier. Indem sich das Tier zusammenrollt und seinen Schwanz ins Maul nimmt, bildet es einen Ring und schützt dadurch seinen weiche Unterseite. Die besonders starken Stacheln am Nacken und am Schwanzansatz zeigen in dieser Position nach aussen.

In dieser Position wehrt sich der Panzergürtelschweif gegen Feinde.

In dieser Position wehrt sich der Panzergürtelschweif gegen Feinde.

Der Gürtelschweif ist mit seinen 22 Zentimeter Gesamtlänge relativ klein. Der Schwanz alleine macht mehr als die Hälfte seiner Grösse aus. Sein Verbreitungsgebiet ist vor allem die Sukkulente Karro, ein trockenes Gebiet im westlichen Südafrika, wo er in Felsspalten lebt.

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