Fussball

Vor nächstem Ernstkampf: FC Basel absolviert Pflichttermin im Europapark

Ein Bild von 2004: Die damalige FCB-Mannschaft (vorne links Murat Yakin) bei einem Sponsorenterminim Europapark. Ungefähr so dürfte es sich auch gestern abgespielt haben.

Ein Bild von 2004: Die damalige FCB-Mannschaft (vorne links Murat Yakin) bei einem Sponsorenterminim Europapark. Ungefähr so dürfte es sich auch gestern abgespielt haben.

Gestern absolvierten die FCB-Stars noch einen Pflichttermin im Europapark, der seit Jahren ein wichtiger Partner der Basler ist. Ab Morgen gilt der Fokus aber ganz dem nächsten Spiel vom Samstag auf dem Aarauer Brügglifeld.

Auch das gehört zu den Pflichten eines Fussballprofis: Nach dem Auslaufen gestern Vormittag und dem gemeinsamen Mittagessen reisten Mannschaft und Betreuerstab des FC Basel ins 100 Kilometer entfernte Rust.

Der Ausflug in den Europapark war jedoch keinesfalls zum Vergnügen gedacht, sondern zur Erfüllung von Sponsorenwünschen. In einem knappen Zeitfenster – 90 Minuten – posierten Streller und Co. für Fotos auf den Bahnen und liessen sich mit dem Europapark-Maskottchen «Euromaus» für Grusskarten ablichten.

Der Freizeitpark, in dem der FCB auch seine alljährliche Weihnachtsfeier abhält, ist seit Jahren ein wichtiger Partner des Klubs.

Dem einen oder anderen Spieler dürfte auf der einstündigen Wegfahrt nach Rust noch einmal der Match gegen den FC Zürich durch den Kopf gegangen sein. Marco Streller zum Beispiel die Szene, als er mit einem Fallrückzieher vier Meter vor dem Tor an Goalie Andres Malloth scheiterte. Dieser gab nach dem Spiel zu, nicht viel für die Abwehr zu können – «ich wurde angeschossen» – und lieferte so vielleicht den Beweis dafür, dass die Basler im Letzigrund auch in 180 Minuten kein Tor zustande gebracht hätten.

Sinnbildlich auch die Aktion von Matias Delgado, dessen Schuss von FCZ-Verteidiger Teixeira an den Pfosten gelenkt wurde. Oder der Abschluss von Fabian Frei, der ebenfalls via den Fuss eines Abwehrspielers den Weg an Malloths Oberschenkel fand.

Dass seine Mannschaft spielbestimmend war und ihr mehr gelang als misslang, das wusste auch Trainer Murat Yakin: «Eigentlich darf der FCB mit einem 0:0 nie zufrieden sein, aber dieses Mal sind wir es.»

«Kommt selten genug vor»

Trotz der nicht abklingenden Unruhe im und um den Verein – der Blick aufs Sportliche vor den letzten zehn Spielen der Vorrunde wird die Beteiligten zufriedenstellen. In der Champions League sind die Chancen auf die Achtelfinals vor den letzten drei Gruppenspielen intakt, in der Meisterschaft steht der FCB mit 26 Punkten nach 13 Partien gar so gut da wie seit 2008 nicht mehr.

Damals hatte das Team unter Christian Gross zum gleichen Zeitpunkt fünf Zähler mehr auf dem Konto, wurde zum Schluss jedoch nur Dritter hinter Zürich und YB. Ist die Tabelle für Aussenstehende nach 13 Spieltagen langsam, aber sicher aussagekräftig, schert sich Penaltyheld Yann Sommer noch keinen Deut darum: «Wir schauen nur auf unsere Entwicklung, die Rangliste interessiert mich erst im nächsten Jahr.»

Trotzdem dürfte Sommer morgen im Zürcher Derby zwischen GC und FCZ dem Gegner vom vergangenen Sonntag die Daumen drücken. Sollte dieser siegen, führt der FCB auch in der endlich bereinigten Tabelle mit vier Punkten vor den Hoppers.

Auch Murat Yakin legt den Fokus auf die tägliche Arbeit auf dem Trainingsplatz. Nach langem wieder einmal steht ihm in dieser Woche das gesamte Kader zur Verfügung, und der Trainer zeigt sich sichtlich froh darüber: «Das kommt ja selten genug vor.» Antworten darauf, welch neue taktischen Kniffe Yakin aus dem Hut zaubert und wie gut die Spieler die Vorgaben umsetzen, gibt es am Samstagabend im Brügglifeld gegen den FC Aarau.

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