Ridicule
Vorfasnacht 2014: Ein Event für Härz, Dängg- und Lachmusggle

Die 15. Vorfasnacht im Förnbacher Theater trumpft 2014 wieder mit Fasnachtsmusik der Spitzenklasse auf. Aber auch freche und originelle Texte stehen im Programm. Vermutlich das letzte Mal in dieser Grösse.

Elia Diehl
Merken
Drucken
Teilen
Das 15. Ridicule von Helmut Förnbacher (sitzend) eröffnet am 8. Januar die Vorfasnacht 2014

Das 15. Ridicule von Helmut Förnbacher (sitzend) eröffnet am 8. Januar die Vorfasnacht 2014

Zur Verfügung gestellt

Die Vorfasnacht 2014 beginnt am 8. Januar mit dem 15. Ridicule im Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof. 18 Mal gibt es hier bis Ende Februar «en Oobe wo's Fasnachts-Härz beriehre soll - aber au d'Dängg- und d'Lachmusggle», wie es Theaterleiter Helmut Förnbacher nennt.

Immer wieder werde er gefragt, was das Ridicule sei. «E wunderschöni Vorfasnachtsveraastaltig, wo Freud mache soll uff die schönschti Zyt zBasel», antwortet der Regisseur.

2014 heisst das: Prolog, Epilog, sieben Rahmstiggli, sieben Tambouren- und Pfyffer-Beiträge, zwei Comité-Bängg und die Balkonszene. Förnbacher verspricht «poetische, nostalgische, kritische, freche und saulustige Texte.»

Auf ein spezielles Motto wie 2013 («Räppli-Räge») wurde verzichtet. Traditionell heisst es «E Naase voll Fasnacht», was laut Förnbacher nur ein erklärender Untertitel sei. «Inzwischen wissen 80 Prozent der Basler nicht mehr, was ein Ridicule ist.» (Stofftäschchen, das unter dem Kostüm getragen wird, Anm. d. Red.)

Wieder mehr Texte statt Musik

Wie schon letztes Jahr trumpft das Ridicule mit Musik der Spitzenklasse auf. Die Basler Fasnachtsmusik habe enormen Fortschritt gemacht, so Förnbacher. «Da müssen wir Schauspieler uns wirklich anstrengen, um nicht abzufallen.»

Bereits zum sechsten Mal spielt die Tambourengruppe «Pianoforte» - «richtig angefressene Ruesser» laut Förnbacher. Allein fünf Pfyfferköniginnen werden jeden Abend auf der Bühne stehen, darunter auch die amtierende Claudia Suter.

Die Leitung der Pfyffer übernimmt erstmals Fabienne Stocker, da ihre Vorgängerin, die schweizerische Pfeiferkönigin Michèle Zeggari nach zehn Jahren aufhörte.

«Vermutlich das letzte Mal, dass ich es mir leisten kann, das Ridicule so riesig zu machen», sagt Förnbacher. Der Aufwand und die Konkurrenz wird für das nicht subventionierte Theater zu gross.

Künftig gibt es weniger Pfyffer und Tambouren, dafür wieder mehr Textbeiträge, die traditionell das zentrale Thema sind.

Die neun Autoren und acht Schauspieler bemühen sich schon 2014 um originelle Texte und freche Balkonszene. Genauso tun es die Comité-Bängg Glettyse, «fürs Gröbere» und die junge Bangg Schunggebegräbnis, die bereits für Furore gesorgt hat.