SC Basel Nord
Vorläufiges Happy End nach wüster Prügelei auf dem Rankhof

Das eritreische Team von Basel Nord darf unter Auflagen die Frühlingsrunde bestreiten.

Simon Leser
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Die Prügelei auf dem Rankhof sorgte für grosses Aufsehen in der Region.

Die Prügelei auf dem Rankhof sorgte für grosses Aufsehen in der Region.

Die Aufregung im Herbst war gross, als Spieler des SC Basel Nord c kurz vor Abpfiff ihres Heimspiels gegen den FC Tetova in eine Keilerei involviert waren. Massgeblich beteiligt waren insbesondere die Fans der Mannschaft Basel Nords. Die Folge: zwei Verletzte, ein Polizeieinsatz und ein Ausschluss der Heimmannschaft von der Herbstrunde.

Der Vorfall warf ein schlechtes Licht auf ein eigentlich erfreuliches Integrationsprojekt. Basel Nord c ging nur wenige Monate vor dem Vorfall aus dem FC Eri hervor. Ein Team mit eritreischen Spielern wurde in den Verein Basel Nord integriert.

Nach den Wildwest-Szenen auf dem Rankhof stand das Projekt auf der Kippe. Ob die Mannschaft für die Frühlingsrunde gemeldet wird, war Bestandteil interner Diskussionen. Jetzt ist klar: Die eritreischen Spieler kommen mit einem blauen Auge davon. Sie dürfen voraussichtlich an der Frühlingsrunde teilnehmen. «Es wäre für uns zu billig, wenn wir schon bei den ersten grösseren Problemen das gesamte Projekt in den Sand setzen», erklärt Michael Heutschi, Präsident von Basel Nord.

Enge Beobachtung für die Mannschaft und deren Fans

Der Fussballverband Nordwestschweiz verlangte vom Verein jedoch ein Konzept, das weitere Probleme verhindern soll. So gründete Basel Nord einen vereinsinternen Ausschuss, der die betroffene Mannschaft fortan eng begleitet. Bei einem weiteren Verstoss gegen die normierten Verhaltensregeln droht der Ausschluss aus dem Verein. Das Team istsomit auf Bewährung.

Auf zusätzliche Sanktionen verzichtete Basel Nord. «Wir spürten den grossen Willen der Mannschaft, mit uns die Geschehnisse aufzuarbeiten», sagt Heutschi. Ob Basel Nord c im April, wenn die Frühlingsrunde starten soll, wirklich wieder spielt, ist aber noch nicht gewiss. Denn zusätzlich zum FVNWS verhängte das Sportamt des Kantons Basel-Stadt ein Platzverbot bis im Mai. Dagegen hat der Verein Einsprache eingelegt. «Ich bin zuversichtlich, dass das Sportamt die Sanktionen anpassen wird», sagt Heutschi.