SVP-Knatsch

Vorstand stärkt SVP-Präsident Frehner den Rücken

SVP-Nationalrat Sebastian Frehner im Bundeshaus (Archivbild).

SVP-Nationalrat Sebastian Frehner im Bundeshaus (Archivbild).

Sturm in Wasserglas: An einer Sitzung stärkt der Vorstand der Basler SVP ihrem Parteipräsidenten Sebastian Frehner den Rücken. Dieser war wegen Ereignissen rund um den Wahlkampf von 2011 unter Beschuss geraten.

Es war eine turbulente Woche für Sebastian Frehner, Präsident der Basler SVP. Eigentlich hatte er sich Ferien genommen, «bevor es dann losgeht mit dem Wahlkampf.» Der Wahlkampf wurde aber früher als geplant lanciert.

Die «BaZ» hat Frehner und seinen engen Mitarbeiter und politischem Begleiter, Joel Thüring in mehreren Artikeln attackiert. Diese resultierte darin, dass Frehner die gemeinsame Firma Aspero Thüring überliess und sich so die geschäftlichen Wege der beiden trennten.

Auch Frehner geriet zunehmend unter Beschuss: Ihm wurden Vorfälle rund um das Wahlgeplänkel von 2011 zur Last gelegt.

Damals soll Frehner Geld, das für die Nationalratskandidaten bestimmt war, für seinen Wahlkampf zum Ständerat missbraucht haben. Einen Putschversuch einer Gruppe rund um den verstorbenen Grossrat Karl Schweizer überstand er jedoch unbeschadet.

Forderung nach GV

Dass interne Informationen aus einem kleinen Zirkel der Partei an die Öffentlichkeit gelangten, liess die Politiker zunehmend nervös erscheinen. Dies kumulierte in der Forderung einer Generalversammlung, in welcher Präsident Frehner sich einem Misstrauensvotum hätte stellen sollen. Darauf drängte vorgestern Grossrat und Vizepräsident Eduard Rutschmann, zumindest in den Medien.

An einer vorgezogenen Vorstandssitzung am Dienstagmittag stiess er mit diesem Vorschlag offenbar auf wenig Unterstützung. «Wir haben den Beschluss gefasst, weder eine General- noch eine Parteiversammlung einzuberufen», sagt Frehner.

«Die Parteimitglieder werden in den nächsten Tagen einen Brief erhalten, in welchem wir die Ereignisse von 2011 thematisieren, aber gleichzeitig auch klarmachen, dass diese abgehakt sind und wir uns nun auf den diesjährigen Wahlkampf fokussieren», sagt Frehner weiter.

«Strukturen überprüfen»

Personelle Veränderungen, so der Anschein, stehen dem regionalen Ableger der konservativen Partei also nicht unmittelbar ins Haus. Dennoch zieht die Affäre nicht spurlos an der Parteileitung vorbei: «Wir werden die Strukturen innerhalb der Partei überprüfen. Dies allerdings erst nach den Wahlen», sagt Frehner.

Nach wie vor ist indes unklar, über welchen Kanal der «BaZ» Parteininterna zugespielt worden sind. Die Putschisten von damals bestreiten allesamt, mit der Sache etwas zu tun zu haben. «Es muss jemand sein, der mit seiner Situation unzufrieden ist», so Frehner.

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