Der neue Leiter der Informatik im Justiz- und Sicherheitsdepartement ist ein alter Freund seines vorgesetzten Bereichsleiters, also des Leiters des Bereichs Services. Diese Tatsache kritisieren Mitarbeiter des Departements gegenüber der bz. Der Vorwurf der Vetternwirtschaft wird geäussert, seinen Namen will aber niemand in der Zeitung lesen.

Auf Anfrage bestätigt Sprecher Toprak Yerguz, die beiden Mitarbeiter seien in der Tat seit Schulzeiten befreundet. Aber er betont auch: «Das Justiz- und Sicherheitsdepartement hat die Stelle des IT-Leiters im Februar 2018 öffentlich ausgeschrieben. Die Selektion verlief in mehreren Runden und wurde mit einem Assessment durch eine externe Firma abgeschlossen.»

Dabei habe der Leiter Services diese Freundschaft «gegenüber der Anstellungsbehörde – dem Departementsvorsteher – zu Beginn des Bewerbungsverfahrens transparent gemacht». Es liege deshalb kein Verstoss gegen irgendwelche beschaffungsrechtlichen oder personalrechtlichen Vorgaben vor.

Der nun Staatsangestellte war zuvor CEO eines Unternehmens, das auch schon Aufträge des JSD ausführte. Auch hier seien aber keinerlei unzulässige Verstrickungen entstanden, betont das JSD. (dre)