BuchBasel

Während Literaturfestival stehen beide Basel im Zeichen des Buches

Festivalleiterin Katrin Eckert eröffnet das Literaturfestival im Volkshaus.

Festivalleiterin Katrin Eckert eröffnet das Literaturfestival im Volkshaus.

Das Literaturfestival Buch Basel feierte mit Lesungen seine Eröffnung. Das ganze Wochenende über werden an verschiedensten Orten Bücher vorgelesen und neue Werke präsentiert. Am Sonntagmorgen wird der Buchpreis verliehen.

Es ist wieder Literatur- und Lesezeit in Basel. Dieses Wochenende präsentiert das Literaturfestival Buch Basel an diversen Standorten verschiedenste Bücher der aktuellen Verlagsprogramme, lädt zu Gesprächen und regem Austausch.

Festivalzentrum ist dieses Mal das Volkshaus im Kleinbasel, die anderen Orte verteilen sich über die ganze Stadt und reichen von gross bis ganz klein, wie bei sogenannten «Kitchen Readings», die bei Leuten zu Hause stattfinden. Schwerpunkte gibt es zahlreiche.

Neben den Schweizer Autoren und der Verleihung des Buchpreises am Sonntagmorgen, verweist Festivalleiterin Katrin Eckert speziell auf die Balkan-Veranstaltungen in Kooperation mit dem Festival Culturescapes und die Diskussionen zum Thema Alternativen. Dort diskutieren Vertreter von Politik, Kultur und Wissenschaft über mögliche Auswege aus den aktuellen Krisen.

Unverständnis für die Trennung

Eine aktuelle Krise, die Trennung von Basel-Stadt und Baselland in zwei Kantone, wird bei der Eröffnung gleich literarisch kommentiert. In den letzten Wochen waren fünf Autoren in Baselland unterwegs, um das Festival auch dort zu verankern. Irena Brezna, Martin R. Dean, Maurizio Pinarello, Guy Krneta, Markus Ramseier und Verena Stössinger berichteten von ihren Gedanken zum Thema Kantonstrennung.

Stössinger fasste die Gemeinsamkeiten in statistische Zahlen, Dean beklagte die behauptete Einzigartigkeit des Landkantons, Brezna präsentierte ein Dramolett zu ihrer Wohnstrasse und Krneta hinterfragte ein Auftragswerk. Tenor war eindeutig ein Unverständnis über die Trennung, wobei Sprache ja eh keine Grenzen kenne, die meiste Literatur werde eh in Übersetzung gelesen.

Der Star aus Österreich

Der Hauptredner des Abends, der österreichische Autor Christoph Ransmayr, erzählte von seiner persönlichen Entdeckung der Schrift anhand einer Buchstabensuppe, wie er die Buchstaben erst als Symbole für Tiere oder Indianer verwendete und sich ihm allmählich die Bedeutung und Weite der Schrift erschloss.

Er beginnt seinen Text mit einer Friedhofserfahrung und endet auch damit, denn angesichts des Todes ist der Rest Schweigen. Umrahmt wurden die Lesungen vom Blasmusiker Balthasar Streiff, der mit einem etymologischen Dialektexkurs die Eröffnung sprachakrobatisch beschloss.

Meistgesehen

Artboard 1