Der Gemeinderat habe eine entsprechende Vorlage ans Gemeindeparlament verbschiedet, teilte die Gemeinde Riehen am Mittwoch mit. Gemäss den Plänen soll eine Verbindungsleitung von der Rauracherstrasse im Riehener Niederholzquartier zum Schulgelände Bäumlihof an der Stadtgrenze gebaut werden.

Im Schulgebäude soll als neue Spitzenlastzentrale eine Umformer- beziehungsweise Übergabestation zum Fernwärmenetz der Industriellen Werke Basel (IWB) errichtet werden. Verzichtet werden kann gemäss der Mitteilung so auf den Ersatz der in die Jahre gekommenen Heizzentrale am Keltenweg, deren Ablösung sonst dringlich wäre.

Verbundserweiterung angestrebt

Laut Marcel Schweizer, Verwaltungsratspräsident der Wärmeverbund Riehen AG, brächte der Zusammenschluss Vorteile. So würde sich der Anteil erneuerbarer Energien im Wärmeverbund erhöhen, da die IWB zur Wärmegewinnung nebst anderem auch Holzschnitzel verwenden, die mit Öl und Erdgas betriebene Zentrale am Keltenweg aber wegfiele.

Riehen könnte dabei zudem selbst Holz liefern. Der Zusammenschluss würde aber auch mit Blick auf die angestrebte Verbundserweiterung die Leistungskapazitäten erhöhen, sagte Schweizer auf Anfrage. Am Riehener Wärmeverbund, an dem die Gemeinde 87,5 und die IWB 12,5 Prozent halten, waren Ende 2011 total 357 Objekte angeschlossen.

Mit der Verbundsnetzänderung hat der Gemeinderat dem Einwohnerrat auch die Gewährung einer Bürgschaft von 3,76 Millionen Franken beantragt, mit der die Investitionen des Wärmeverbunds abgesichert werden sollen. Riehen nutzt in der Pionieranlage des Wärmeverbunds bereits seit 1994 Geothermie aus 1,5 Kilometer Tiefe.