Wagenplatz
Wagenplatz auf dem NT-Arealist Geschichte

Die Besetzer auf dem NT-Areal sind abgezogen. Kurz vor sechs Uhr abends verliessen die letzten Wagenbewohner ihren Standplatz und zogen zurück an die Freiburgerstrasse. Die Besetzer beugen sich so dem Ultimatum der Regierung.

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Wagenplatz: Langsamer Auszug aus der Erlenmatt
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Die ersten Wagenbewohner packen ihre Sachen.
Wohin es die Wagenplatz-Bewohner zieht, ist noch unklar.

Wagenplatz: Langsamer Auszug aus der Erlenmatt

Pascale Hofmeier

Besetzung Kurz vor sechs Uhr gestern Abend verliessen die letzten Wagenplatzbewohner mit ihrem Bauwagen das Naturschutzgebiet auf der Erlenmatt. Übrig war ein Wagen mit Mobiliar sowie ein Traktor. Damit sind die Besetzer dem Ultimatum der Stadt und der Grundstückeigentümerin, der Bricks Immobilien AG, nachgekommen – wenn auch mit zwei Tagen Verspätung. Einige der Bauwagen stehen nun an der Freiburgerstrasse, am einzigen Standort, den die Stadt für das alternative Wohnprojekt befristet zur Verfügung stellt.

Wohin die anderen Wagen gezogen sind, wollten die Besetzer nicht sagen. «Es ist vieles unklar», sagte eine junge Frau und betonte, dass die Wagenbewohner in der Stadt bleiben möchten. Die Frage, ob das alternative Wohnprojekt nun am Ende ist oder ob die Bauwagen demnächst unbewilligt an einem anderen Ort in der Stadt auftauchen werden, beantwortete sie nicht.

Das NT-Areal hatten die Wagenbewohner im Dezember besetzt. Weil das Grundstück im Naturschutzgebiet liegt, hatte Pro Natura Einsprache gegen die Besetzer eingereicht. Nach einem geeigneten Standort suchen die Wagenbewohner seit Sommer 2011. Zuerst besetzten sie eine Parzelle an der Uferstrasse. Allerdings scheiterten die Verhandlungen für eine Zwischennutzung in der Industriezone. Danach folgte ein kurzer Aufenthalt im Hinterhof. Diesen verliess die Gruppe wieder, weil er nicht ihren Vorstellungen entspricht und zu eng sei. (hpa)