In Montenegro eröffnete Escor im Juli 2010 enthusiastisch ein Spielcasino. Der Kleinstaat an der adriatischen Küste sei seit Jahren stets stabil und garantiere eine nachhaltige Rechtssicherheit, hiess es damals. Doch das Geschäft brachte nicht den gewünschten Erfolg und die Rückabwicklung gestaltet sich noch schwieriger.

Kriminelle Organisationen würden mögliche Investoren einschüchtern und vertreiben, sagt Wagner auf Anfrage des «Sonntags». Bodyguards hätten angeheuert werden müssen, die Schweizer Botschaft sei informiert. Montenegro habe sich überhaupt nicht als das solide und zukunftsträchtige Land erwiesen, wie erhofft. Das Land sei nicht tauglich, um in die EU aufgenommen zu werden, erklärt der kurzzeitig politisch aktive Wagner.

Die Schwierigkeiten mit Montenegro brachten Wagner auch Schwierigkeiten mit der Aufsicht der Schweizer Börse. Diese verhängte gegen die Escor eine Busse von 20 000 Franken, weil die Geldflüsse aus diesem Casinogeschäft im aktuellen Halbjahresabschluss nicht korrekt abgebildet worden seien. Dies sei Auslegungssache und dagegen werde die Escor Rekurs einlegen, sagt Wagner.
Sollten die Altlasten eines Tages bereinigt sein, soll die börsenkotierte Escor im Event- und Sportmarketing aktiv werden.