Baselbieter Wahlen
Wahlempfehlung der Handelskammer stösst auf Kritik

Nach der Wirtschaftskammer Baselland unterstützt jetzt auch die Handelskammer beider Basel bei den Baselbieter Regierungsratswahlen am 8. Februar das bürgerliche Viererticket von SVP, FDP und CVP. Dies stösst auf heftige Kritik.

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HKBB-Chef Franz Saladin sieht sich Kritik von rot-grün ausgesetzt.

HKBB-Chef Franz Saladin sieht sich Kritik von rot-grün ausgesetzt.

Martin Töngi

Die Unterstützung der Handelskammer beider Basel für das bürgerliche Viererticket von SVP, FDP und CVP bei den Baselbieter Wahlen stösst bei rot-grünen Exponenten auf heftige Kritik, denn vor allem die SVP agierte zuletzt wenig wirtschaftsfreundlich. So unterstützte die Kantonalpartei Ende 2014 die Ecopop-Initiative, die von der Wirtschaft vehement bekämpft wurde.

Nationalrätin Maya Graf (Grüne) sagt gegenüber der «Schweiz am Sonntag»: «Schade, dass auch die Handelskammer noch immer parteipolitisch und nicht nach Persönlichkeit, Einsatz und Leistung entscheidet. Ein Wirtschaftscredo notabene.»

Auch Ständerat Claude Janiak (SP), der als Handelskammer-nahe gilt, und Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer (SP) üben Kritik an der Wahlempfehlung. Für Leutenegger Oberholzer ist die Handelskammer gar zu einem Anhängsel der Wirtschaftskammer geworden.

Bei den Basler Wahlen 2012 hatte sich die Handelskammer mit einer Wahlempfehlung bereits in die Nesseln gesetzt. Damals kritisierte Pascal Brenneisen, Chef von Novartis Schweiz, die Handelskammer und forderte, auf solche Empfehlungen zu verzichten.