Da die Linke inzwischen eine Fünfer- statt eine Vierer-Liste plant und Basta ohnehin mit einer Frau kommt, sieht der Basler Grünen-Grossrat Michael Wüthrich die Chance für einen grünen Mann gekommen.

In der „Schweiz am Sonntag“ sagt er, dass er seine Kandidatur deshalb nicht wie geplant zurückziehen werde. Auch sein Kollege Thomas Grossenbacher sagt, dass die Geschlechterfrage mit dem Fünfer-Ticket keine ausschlaggebende Rolle mehr spiele.

Die Frauen widersprechen. Elisabeth Ackermann, Co-Präsidentin und bisherige Favoritin für die Nomination, sagt, eine grüne Frau hätte einen Bonus, da die Partei nun zwölf Jahre lang von einem Mann in der Regierung vertreten war.

Heidi Mück, Co-Präsidentin der Linkspartei Basta, würde es ebenfalls bedauern, wenn die Bündnispartnerin keine Frau aufstellen würde. Die einzige bürgerliche Interessentin für ein Regierungsamt, Patricia von Falkenstein, sieht hingegen ein anderes Problem.

„Die Linke muss aufpassen, dass sie nicht eine Männerquote einführen muss“, sagt sie in der „Schweiz am Sonntag“.