Wanderungsanalyse
Basel-Stadt wird beliebter bei Italienern und Inderinnen

Erneut sind mehr Menschen zu- als weggezogen, vor allem wegen ausländischen Staatsbürgern. Und dies trotz Corona.

Benjamin Rosch
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Die dicht bevölkerte Freie Strasse in Basel.

Die dicht bevölkerte Freie Strasse in Basel.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Es ist eine Konstante der jährlichen Wanderungsstatistik: Am Ende resultiert ein Plus. In den vergangenen zehn Jahren sind stets mehr Menschen in den Kanton Basel-Stadt ein- statt abgewandert. Wenn auch nicht immer gleich viele. Im vergangenen Jahr etwa betrug der Saldo knapp tausend Personen gegenüber 1214 im Vorjahr, berichtet das Statistische Amt Basel-Stadt am Donnerstagmorgen. Der Grund dürfte in der Pandemie zu suchen sein: Der Rückgang lässt sich mit geschlossenen Grenzen erklären. Diese Zahlen geben vielleicht nur ungenügend wider, wie viele Menschen ein neues Zuhause gefunden haben: 13'480 Menschen sind in den Kanton Basel-Stadt gezogen. 12'524 Personen haben den Stadtkanton verlassen.

Die Zahl der zuziehenden Schweizerinnen und Schweizer - zu etwa gleichen Teilen jeweils aus den umliegenden Gemeinden sowie der Restschweiz - ist über die vergangenen Jahre relativ konstant geblieben. Unter den ausländischen Bevölkerungsgruppen sind es erwartungsgemäss vor allem Deutsche, die zuziehen. «Seit 2012 besitzt jährlich etwas mehr als ein Viertel der ausländischen Zuziehenden die deutsche Staatsangehörigkeit», schreibt das Präsidialdepartement in einer Mitteilung.

Inder und Inderinnen bleiben im Schnitt zwei Jahre

Danach folgen Menschen aus Italien und Indien. Unter Staatsangehörigen dieser beiden Ländern ist der Kanton Basel-Stadt vor allem in den vergangenen zehn Jahren immer beliebter geworden. Es sind allerdings auch jene Diasporas, die Basel-Stadt wieder verlassen. «Inder wohnen vor ihrem Wegzug im Durchschnitt nur während zwei Jahren im Kanton», hat das Amt berechnet. Viele von ihnen zieht es dann in eine der umliegenden Gemeinden.

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